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Heidelberg- Corona-Anwältin Bahner mit skurriler Video-Botschaft

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Beate Bahner erhebt schwere Vorwürfe gegen die Regierung und das RK

Berlin- Bericht: ” In dem Video „Eilige Mitteilung von Beate Bahner (Anwälte für Aufklärung)„ erhebt die 54-Jährige schwere Vorwürfe gegen die Regierung und die Maßnahmen. Zudem bezweifelt sie, dass es überhaupt eine Corona-Pandemie gebe.

Bahner wirft der Politik vor, gegen Verfassungsrecht zu verstoßen. Mit Superlativen hält sich die umstrittene Anwältin nicht zurück und spricht sogar von „den massivsten Grundrechtsbeschränkungen, die Deutschland jemals in seiner Geschichte erlebt hat.“

Dass die Corona-Maßnahmen seitens der Politik transparent erklärt werden und juristisch anfechtbar sind, interessiert die Heidelbergerin offenbar nicht. Genauso wenig wie die Deutsche Geschichte mit diktatorischen Freiheitsbeschränkungen während der Nazi-Herrschaft, in der DDR und im Deutschen Kaiserreich.

Heidelberg: Beate Bahner erhebt schwere Vorwürfe gegen Regierung

Beate Bahner und die anderen Mitglieder der Gruppierung „Anwälte für Aufklärung“ wenden sich mit einem offenen Brief an die Bundesregierung. In diesem erheben sie zahlreiche Anschuldigungen und leugnen die Corona-Pandemie. Zudem fordern sie die Politiker auf, die „eklatant verfassungswidrigen“ Maßnahmen und die Pandemie zu beenden. Die Vorwürfe der Gruppe haben dabei oft eine Grundlage, sind aber zu kurz gedacht. Dazu ein paar Beispiele:

Die Politiker und das RKI verschweigen angeblich, dass nur etwa 0,72 aller Bundesbürger positiv getestet worden seien – damit sei keine Pandemie gerechtfertigt. Schaut man sich die Zahlen an, kommt das in etwa hin. Demnach sind von über 83 Millionen Bürgern „nur“ etwa 630.000 erkrankt.

Doch die Frage ist, wie diese Zahl ohne die Maßnahmen und den Lockdown aussehen würde. In den USA sind zum Beispiel fast 9,7 Millionen Menschen von insgesamt 328 Millionen infiziert. Weltweit gibt es 48.697.192 Corona-Fälle. Da sich eine Pandemie per Definition auch über Ländergrenzen und Kontinente verbreitet, reicht es nicht aus, den Blick ausschließlich auf Deutschland zu beschränken.

Heidelberg: Behauptungen von Beate Bahner lassen sich einfach widerlegen

Weiter behauptet die Gruppe von besorgten Anwälten, dass die „angeblichen Corona-Toten“ im Durchschnitt 82 Jahre alt und bereits vorerkrankt sind – was die Regierung und das RKI ebenfalls verschweigen sollen. Tatsächlich sterben überwiegend alte und mit Vorerkrankungen belastete Menschen. Dieser Fakt wird keineswegs unter den Teppich gekehrt.

Im Gegenteil: Es wird stets darauf hingewiesen, dass vor allem alte und kranke Menschen mit den Maßnahmen und der Maskenpflicht vor einer Covid-19-Erkrungung bewahrt werden sollen. Diese Verantwortung gegenüber allen Menschen einer Gesellschaft – unabhängig von wirtschaftlichen Nachteilen – ist eine Errungenschaft der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Mit dem Thema Masken geht es dann auch weiter: So wird der Regierung unterstellt, sie verschweige „unzählige Studien“ zur Unwirksamkeit von Alltagsmasken – auch von der WHO. In welchem Zusammenhang diese Studien stehen, wird allerdings nicht erwähnt.

Gegenwärtig empfiehlt die WHO sogar, während der Pandemie eine Alltagsmaske zu tragen, sofern kein Abstand eingehalten werden kann. Denn es geht hierbei in erster Linie nicht um den Schutz vor dem Coronavirus für die Maskenträger selbst. Vielmehr soll verhindert werden, dass Corona-Infizierte über die Verbreitung von Aerosolen gesunde Menschen anstecken.

Heidelberg: Beate Bahner nennt völlig falsche Zahl zur Schweinegrippe

Die Gruppe der „Anwälte für Aufklärung“ hat sich zudem auch auf die Schweinegrippe aus den Jahren 2009/2010 eingeschossen: Laut Beate Bahner habe es damals keinen Grund dafür gegeben, das Virus als Pandemie einzustufen und begründet es damit, dass es in Deutschland kaum Todesfälle gegeben habe.

Auch das scheint auf den ersten Blick zutreffen zu sein, denn an der Schweinegrippe sind „nur“ 253 Menschen in der Bundesrepublik gestorben. Doch auch hier gilt, das Pandemie-Geschehen über die Grenzen Deutschlands hinaus zu betrachten. Weltweilt sind nämlich insgesamt 18.449 Menschen dem Virus zum Opfer gefallen.

Zudem nennt Beate Bahner in dem rund 20-minütigen Video auch eine völlig falsche Zahl im Zusammenhang mit der Schweinegrippe. Demnach unterschlägt die Regierung die Information, dass 50 Millionen Impfdosen im Jahr 2010 hätten vernichtet werden müssen, weil die Grippe keine „todbringende Krankheit“ gewesen sei. Offiziellen Quellen bestätigen, dass Impfdosen aufgrund des Haltbarkeitsdatums zerstört worden sind; es handelt sich aber um etwa 28 Millionen Stück.

Heidelberg: Beate Bahner nimmt Fakten und nutzt sie falsch

Ähnlich wie die Verschwörungsideologen Xavier Naidoo, Attila Hildmann oder Michael Wendler nutzen Beate Bahner und ihre „Anwälte für Aufklärung“ faktische Grundlagen in ihren Argumentationen, die sie aber gezielt verfälschen und so auslegen, um ihre Propaganda vermeintlich zu belegen. Damit sollen vor allem jene Menschen verunsichert werden, die ohnehin kritisch gegenüber Freiheitseinschränkungen stehen. Letzteres allein ist aber eine wünschenswerte Eigenschaft mündiger und demokratischer Bürger.”

Die Bericht erschien hier.

 

 

Zur Person Beate Bahner:

Sie ist seit 25 Jahren als Rechtsanwältin zugelassen und Inhaberin der Fach-anwaltskanzlei BAHNER in Heidelberg. Sie war dreimal erfolgreich vor dem Bundesver-fassungsgericht mit ihren Verfassungsbeschwerden wegen Verletzung der Berufsfreiheit. Beate Bahner ist Autorin von fünf medizinrechtlichen Fachbüchern und zahlreichen Auf-sätzen und Beiträgen. Ihr letztes Buch behandelt das Thema „Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen.

 

 

Beate Bahner / Headline24 GmbH & Co. KG, 12.11.2020,Beate Bahner erhebt schwere Vorwürfe gegen die Politik und das RKI. (Screenshot) © YouTube/5 Ideen

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