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Neue Kinder-Regel? Merkel-Vorschlag sorgt für Empörung

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Verschärfung der Corona-Regeln in Deutschland: Kritik an Einschränkungen für Kinder

Berlin- Dürfen Kinder bald nur noch mit einem festgelegten Freund spielen? Die geplante Corona-Maßnahme der Bundesregierung sorgt bei Experten und Kinderschutzverbänden für Entsetzen.

Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut, wenn es um die Bekämpfung der Corona-Pandemie geht, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag. Wenn es nach dem Bundeskanzleramt geht sollen auch Kinder strenge Kontaktregeln einhalten und sich privat nur noch mit einer Freundin oder einem Freund treffen. Kinderschutzverbände kritisieren den Vorschlag.

Um die Corona-Pandemie in Deutschland einzudämmen, haben Bund und Länder über eine Verschärfung der bestehenden Regeln beraten. Von den neuen Einschränkungen sollen auch Kinder betroffen sein.

Kinderärzt:innen und der Kinderschutzbund kritisieren indes den jüngsten Vorstoß der Ministerpräsident:innen und der Bundeskanzlerin, dass sich auch Kinderwegen der Corona-Pandemie derzeit nur mit einem bestimmten Freund oder einer Freundin treffen sollten. „Da Kinderbis zehn Jahre das Virus erwiesenermaßen deutlich seltener weitergeben, selbst wenn sie sich anstecken, ist die geplante Begrenzung auf einen Spielkameraden für diese Altersgruppe überflüssig und schädlich“, sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, am Donnerstag (19.11.2020) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Corona in Deutschland: Kinder sollten sich nicht zwischen Freunden entscheiden müssen

Auch Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers rügte den geplanten Vorstoß, dass Kindersich in der aktuellen Corona-Pandemie nur noch mit einem bestimmten Freund oder einer Freundin treffen sollten. „Da werden Kindergezwungen, sich zwischen Freunden zu entscheiden. Es wird tränenreiche Zurückweisungen geben. Das ist unbarmherzig“, sagte er im Interview mit der „Passauer Neuen Presse“. Dafür gebe es aber keinen vernünftigen Grund. Die Kinderseien zusammen in der Schule und im Kindergarten, da müsse man auch ermöglichen, dass sie privat mehrere Freund:innen treffen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Passauer Neuen Presse/ PSM.Media, 20.11.2020, Foto: Trauriger Junge © Alexandra Koch

2 Kommentare

  1. Diesen Vorschlag können nur Menschen oder deren ähnlich Gebilde machen, die entweder keine Kinder haben, sich an die eigene Kindheit nicht erinnern möchte, dürfen oder wollen und sich kaum mit Kindern abgegeben haben. Daskommt mir einem vorsätzlichen verursachten dauerhaften psychologischen Schaden gleich, den die Entscheider vermutlich jetzt auch haben. Das ist nur meine ganz persönliche vollkommen unmaßgebliche Meinung zu diesen Wahrnehmungen

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