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Frankreich- Zentralbank in Flammen

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Proteste in Frankreich gegen Polizeigewalt

Paris- Ein geplantes Gesetz in Frankreich soll Videoaufnahmen von Polizeieinsätzen einschränken. Mehr als Hunderttausend Menschen sind dagegen auf die Straße gegangen. Doch die zunächst friedlichen Proteste eskalierten und es kam vor allem in Paris, aber auch anderen Städten, zu heftigen Ausschreitungen.

Nach den Ausschreitungen bei Demos gegen ein umstrittenes Sicherheitsgesetz und Polizeigewalt in Frankreich sind laut Medien 81 Menschen festgenommen worden. 62 Beamte wurden verletzt. Demonstranten haben mehrere Gebäude in Brand gesetzt, darunter eines der französischen Zentralbank.

 

Am Samstag kam es bei Demonstrationen in Frankreich zu schweren Ausschreitungen. In Paris setzte die Polizei Tränengas gegen Demonstranten ein, die Barrikaden errichteten und Steine auf Polizisten warfen. Am Bastille-Platz steckten Demonstranten einen Zeitungskiosk, den Eingang eines Gebäudes der französischen Zentralbank und eine benachbarte Brasserie in Brand. In der Umgebung brannten auch mehrere Autos. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen.

Pressefreiheit in Gefahr?

Das Sicherheitsgesetz soll laut Regierung die Polizei besser schützen und Videoaufnahmen von Polizeieinsätzen einschränken. Ein Artikel sieht vor, die Veröffentlichung von Bildern von Sicherheitsbeamten im Einsatz unter Strafe zu stellen, wenn diese mit dem Ziel erfolgt, die körperliche oder seelische Unversehrtheit der Polizisten zu verletzen. Eine Gefängnisstrafe von einem Jahr oder eine Strafe von 45.000 Euro könnten die Konsequenz sein. Viele sehen die Pressefreiheit in Gefahr.

 

 

dpa/psm, 29.11.2020, Foto: Screenshot Twitter @riseupmelbourne

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