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ROBERT F. KENNEDY JR. ERKLÄRT DIE IMPFUNG

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 Kennedy: man kann Sie nicht Verklagen

Kalifornien- Robert F. Kennedy Junior (66), Neffe des einstigen US-Präsidenten war lange erfolgreicher Umweltanwalt, bis er das Thema Impfen entdeckte.

 

Wer ist Robert F. Kennedy Jr.?

Der Name ist natürlich berühmt: Er ist der Sohn von Robert F. Kennedy (US-Politiker und Senator von New York, ermordet im Juni 1968) und der Neffe von John F. Kennedy (ehemaliger US-Präsident, ermordet im November 1963).

Er selbst betätigt sich als Umweltanwalt, Aktivist, Autor und verbissener Impfgegner.

Daheim in den USA aber schüttelt eine große Mehrheit ungläubig den Kopf über die seltsame Wendung des 66 Jahre alten Kennedy-Sprosses, der einst als engagierter Umweltanwalt für Gewässerschutz, die Rechte von Minderheiten und gegen Atomkraft stritt. Er kritisierte 2004 die Umweltpolitik von Präsident George W. Bush in einem Bestseller. In der Amtszeit Barack Obamas beschuldigte er den Kongress in Washington, nichts gegen den Klimawandel getan zu haben.

Doch dann kam die Sache mit den Allergien und Impfstoffen: Nachdem sein Sohn Conor eine Allergie gegen Erdnüsse entwickelte, vertrat Kennedy die These, dass bestimmte Impfstoffe verantwortlich für solche Allergien seien. Mehr noch: Das früher in Impfstoffen enthaltene Quecksilber sei Ursache für vielerlei Krankheiten, darunter Autismus.

Dem Faktencheck nicht standgehalten

Ein 2005 dazu veröffentlichter Artikel Kennedys im Onlinemagazin Salon wurde von der Redaktion zurückgezogen, als sich erwies, dass er dem Faktencheck nicht standhielt. Kennedy wurde Vorsitzender von Children’s Health Defense, einer Lobbygruppe gegen Impfprogramme und Mobilfunkstrahlung.

2017 warf er auf einer Pressekonferenz den Medien vor, Propaganda im Interesse der Pharmalobby und ihrer Milliardenumsätze zu betreiben. Im gleichen Jahr wollte US-Präsident Donald Trump ihn zum Chef einer Arbeitsgruppe über die Sicherheit von Impfstoffen ernennen.

2019 distanzierten sich drei nahe Verwandte, die als ÄrztInnen, AnwältInnen und PolitikerInnen tätig sind, von den pseudomedizinischen Ansichten Robert F. Kennedys. Er sei für viele bewundernswerte Anliegen eingetreten, helfe heute aber, „über die sozialen Medien gefährliche Falschinformationen zu verbreiten, die Misstrauen über die Wissenschaft der Impfstoffe säen“. Inzwischen sagt ein Viertel der US-BürgerInnen, sie würden sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen.

Sein Instagram-Account hat 607.000 AbonnentInnen. Dennoch wirft Kennedy den sozialen Medien vor, ihn zu zensieren. Die Faktenchecks, die ihn widerlegen, seien von der Pharmaindustrie gekauft, sagt er gegenüber The New European.

2020 – Impf- und Verschwörungsmythen als neue Bühne

In der Coronakrise wurde Robert F. Kennedy international noch bekannter. Er machte den Mobilfunk-Standard 5G für die Verbreitung von SARS-Cov 2 mitverantwortlich und unterstellt Bill Gates, die Menschen zur Überwachung chippen zu wollen. Die Corona-Todeszahlen weltweit seien gefälscht, um mit der “seit Jahrzehnten von Gates geplanten Pandemie” Angst zu schüren.

Kennedys Lobbyorganisation macht in den USA durchaus erfolgreich Stimmung gegen das Impfen.Vermutlich wird der Erfolg auch in Deutschland kommen.

 

dpa/psm.Media, 03.12.2020, Foto: Robert F. Kennedy Junior 9n Berlin 2020 © PSM.Media

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