Bodo Schiffmann- Blödsinn des Tages

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Corona Meinungen abseits des Mainstreams

Berlin-  Dr. Bodo Schiffmann, der regelmäßig und sehr aktuell Informationen rund um das Coronavirus zusammenträgt und kritisch hinterfragt.

Der Sinsheimer Arzt Bodo Schiffmann ist ein Star der Querdenker-Bewegung. Nach Kritik an Äußerungen der Weltgesundheitsorganisation und vorschnellen Impfungen – „Frauen können unfruchtbar werden, Menschen an Nebenwirkungen leiden oder sterben“ – kommt er zum Schluss, dass Covid die Krankheit sei, die die Grippe getötet habe. (Video leider inzwischen gelöscht)

Meinungen zum Impfstoff hier: Dr. med. Steffen Ghani:

“Der RNA-Impfstoff ist bisher nicht wirklich untersucht worden vor dem Auftreten von SARS-CoV2. Vor der Entwicklung des Impfstoffes gegen Covid-19 wurden das Stadium des Tierversuchs in der Regel nicht überschritten. Es gab vereinzelte Phase-I-Studien mit RNA-Impfstoffen, welche nur geringe Probandenzahlen hatten. In meiner Rubrik „Der Impfstoff“ weiter unten bin ich ausführlich auf die einzelnen Phasen der Impfstoffentwicklung eingegangen. Die Impfstoffentwickler Moderna und Curevac haben insgesamt neun verschiedene RNA-Impfstoffe wie z.B. gegen Cytomegalie, Zikavirus, Influenza, Tollwut und Chikungunya seit 2013 in Phase I-Studien und die Firma Moderna dieses Jahr ein CMV-Impfstoff in der Rekrutierungsphase der Phase-II-Studie. Allerdings wurden nur bei zwei der Impfstoffkandidaten für Tollwut die Phase-I-Studien abgeschlossen. Diese beiden Impfstoffstudien wurden vor 6 bzw. 7 Jahren angemeldet. Seither hat man nichts mehr davon gehört. Die anderen Impfstoffstudien wurden entweder abgebrochen oder es liegen keine Ergebnisse vor. Das Ziel dieser Phase I ist es Erkenntnisse zu Sicherheit und Verträglichkeit zu bekommen und dient nicht zum Ermitteln von Nebenwirkungen.

Es gibt also bisher keine Daten über die Langzeitsicherheit eines solchen RNA-Impfstoffes!

Auf den sogenannten Oxford-Impfstoff von AstraZeneca bin ich bereits ausführlich eingegangen. Ähnliche Ergebnisse haben wir auch bei dem Impfstoff BNT162b1 der Firma Biontech. Es zeigten sich gute Antikörper- und T-Zell-Antworten nach der Impfung mit BNT162b1 aus einer zweiten, nicht-randomisierten Open-Label-Phase-I/II-Studie bei gesunden Erwachsenen im Alter von 18-55 Jahren. Zwei Dosen von 1-50 g BNT162b1 lösten robuste CD4+ und CD8+ T-Zellreaktionen und starke Antikörperreaktionen aus. Allerdings kam es auch hier bei einer großen Anzahl von Probanden zu leichten und mittelschweren Impfreaktionen wie grippale Symptomen. (Ugur Sahin “COVID-19 vaccine BNT162b1 elicits human antibody and T H 1 T cell responses”, Nature, 30.09.2020). Auch bei dem Impfstoffkandidat von Moderna verhält es sich gleich. In der kleinen Studie mit älteren Erwachsenen waren Nebenwirkungen im Zusammenhang mit dem mRNA-1273-Impfstoff hauptsächlich mild oder mäßig. (Evan J Anderson “Safety and Immunogenicity of SARS-CoV-2 mRNA-1273 Vaccine in Older Adults”, New England Journal of Medicine, 29.09.2020).

Auch hier weisen die Ergebnisse darauf hin, dass es zu einem gewissen Eigenschutz vor schwerem Verlauf von Covid-19 kommt, allerdings besteht die Infektiösität der Geimpften nach Infektion auch durch diese Impfstoffkandidaten ebenfalls weiter und die Infektionskette wird nicht durchbrochen.

„Auch Geimpfte können möglicherweise sich und andere infizieren, auch wenn die weniger stark erkranken. Daher müssen sie aus Rücksicht auf andere die Hygieneregeln für Corona ebenfalls beachten. Sie schützen damit andere. So soll es auch bleiben“, dies sagte Karl Lauterbach dem Nachrichtenportal Watson am 24.11.2020.

Über Langzeitfolgen /-schäden können durch diese Studien keinerlei Aussage gemacht werden.

„Keine der derzeit laufenden Studien zielt darauf ab, eine Verringerung schwerwiegender Ergebnisse wie Krankenhauseinweisungen, Intensivpflege oder Todesfälle zu erkennen. … Krankenhauseinweisungen und Todesfälle von Covid-19 sind einfach zu selten in der Bevölkerungsgruppe, die auf einen wirksamen Impfstoff untersucht wird, um statistisch signifikante Unterschiede in einer Studie mit 30 000 Menschen aufzuzeigen.“ (Peter Doshi, “Will covid-19 vaccines save lives? Current trials aren’t designed to tell us”, British Medical Journal, 21.10.2020) 

„Covid-19-Impfstoffstudien sind derzeit so konzipiert, dass sie die endgültigen Wirksamkeitsergebnisse tabellarisch darstellen, sobald 150 bis 160 Studienteilnehmer symptomatische Covid-19 entwickeln – und die meisten Studien haben mindestens eine Zwischenanalyse spezifiziert, die es ermöglicht, dass die Studien mit noch weniger Daten enden.“ (Eric Topol, Paul Offit “Offit’s biggest concern about covid vaccines.”)

Der Impfforscher Paul Offit sagt bezüglich der Risikogruppe folgendes: “Wenn wir in der Gruppe der über 65-Jährigen keine ausreichenden Daten haben, dann sollte der 65-Jährige diesen Impfstoff nicht bekommen, was schade wäre, weil sie am ehesten an dieser Infektion sterben.” Auch bezüglich anderen nicht in den Studien vertretenen Bevölkerungsgruppen wie Schwangere, Kinder etc. sagte er: “Man kann Minderheiten nicht davon überzeugen, diesen Impfstoff zu erhalten, wenn sie nicht in diesen Studien vertreten sind. Sonst werden sie sich wie Versuchskaninchen fühlen und das ist verständlich.”

 

Mit dem Beginn der Impfung mit einem solchen RNA-Impfstoff wird automatisch die randomisierte Nachbeobachtung beendet werden, da es hier nun keinen Placeboarm mehr geben wird. Man kann die Impfstoffe auf Wirkung und Nebenwirkung nicht mehr mit einer Probandengruppe die ein Placebo bekam vergleichen. Es stellen sich zweierlei ethische Fragen: Zum einen, ob man diesen Impfstoff, der einen Antikörperreaktion hervorruft den Probanden, welche nur Placebo erhalten hätten, vorenthalten darf. Aber auch die Frage, ob bei der nicht vorliegenden Datenlage von Langzeitfolgen diese Studien bereits ausreichen für eine Zulassung.

Nochmals muss man die Impfstrategie die gesamte Bevölkerung zu impfen hinterfragen. Wenn die Infektionskette nicht unterbrochen werden kann durch diesen Impfstoff, da auch Geimpfte noch andere anstecken können, was macht es für einen Sinn eine Bevölkerung zu impfen wovon 80% keine oder nur sehr milde Symptome durch die Infektion bekommen. Da bei dieser Bevölkerungsgruppe kein Nutzen der Impfung zu erwarten ist, da die Verringerung der Schwere von Covid-19 hier nur eine untergeordnete Rolle spielt, aber sie dem Risiko von Impfkomplikationen ausgesetzt werden. Wäre es nicht sinnvoller nur die Risikogruppe – nach ausführlicher Aufklärung, dass der Impfstoff bei dieser Gruppe nicht getestet wurde – zu impfen?

 

Dr. med. Steffen Ghani/ Dr Bodo Schiffmann, 07.12.2020, Foto & © Screenshot Youtube ( gelöscht inzwischen) Hier das Tagesupdate 07.12.2020