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Hälfte der Deutschen verzichtet 2025 auf TV

Veröffentlicht von Presse

Klassisches Fernsehen hat zu viel Werbung – Streaming gewinnt weiter an Popularität

Kopenhagen- Im Jahr 2025 werden nur noch 52 Prozent der deutschen Verbraucher klassisches Fernsehen nutzen. Schon jetzt schauen nur noch 79 Prozent herkömmliches TV, im Jahr 2018 waren es noch 83 Prozent. Dagegen ist der Anteil der Bundesbürger, die Streaming-Dienste wie Netflix verwenden, in den vergangenen zwei Jahren von 34 Prozent auf 56 Prozent gestiegen, zeigt eine Umfrage der dänischen Marktforschungsfirma AudienceProject http://audienceproject.com .

“Fernsehen steht unter Druck”

“Klassisches Fernsehen steht zweifellos unter Druck, allerdings hat sich sein Niedergang in diesem Jahr etwas verlangsamt. Jedoch sind Werbungen für viele Zuschauer zu häufig und nicht relevant genug, außerdem haben sie vor, in Zukunft mehr zu streamen. Das klassische Format wird es deswegen im kommenden Jahr schwer haben”, heißt es von AudienceProject.

Die Umfrage hat nicht nur in Deutschland stattgefunden, sondern auch in den USA, Großbritannien, Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland. Außer in Finnland ist klassisches Fernsehen in allen untersuchten Staaten auf dem absteigenden Ast. In Deutschland schauen die meisten Menschen (72 Prozent) hauptsächlich TV, um Nachrichten zu sehen.

Amazon schließt zu Netflix auf

Ein großes Problem von altmodischem Fernsehen sind repetitive Werbungen. Drei Viertel der deutschen Befragten haben die gleichen Anzeigen schon zu oft gesehen. Ein Viertel sieht die Clips auch als für sie wenig relevant. Jetzt schon benutzen 64 Prozent neben dem Fernseher einen anderen Bildschirm. 37 Prozent streamen 2020 mehr als zuvor.

Insgesamt 15 Prozent der Deutschen sind reine Streaming-Seher. Jedoch benutzen mehr als die Hälfte dafür noch ihren Fernseher. Der beliebteste Streaming-Dienst ist Netflix (70 Prozent). Jedoch schließt der Konkurrent Amazon Prime Video allmählich an, 65 Prozent der Deutschen haben dort ein Abonnement.

 

pte, 16.12.2020, Foto: Fernsehen © René Schindler

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