Experten besorgt über mutierte Corona-Variante

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Neue Variante des Coronavirus wird in Großbritannien entdeckt und breitet sich rasch aus

Berlin- England macht zu Weihnachten dicht. Grund ist eine Mutation des Virus, die sich vom Süden des Landes aus ausbreitet. Die kürzlich entdeckte Variante (VUI2020/12/01) sei um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form, erklärte der britische Premierminister Boris Johnson am Samstag.

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass Mutationen die Ansteckungs­gefahr erhöhen“, sagte der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57, SPD). Das Coronavirus hat sich zu einer gefährlicheren Form entwickelt. Ein Virus, das bis zu 70 Prozent ansteckender ist, wurde in Großbritannien festgestellt.

Corona-Mutation in Großbritannien: Karl Lauterbach warnt vor gefährlicher Veränderung

„Das ist ein weiterer Grund dafür, dass die zweite Welle nicht so stark werden darf. Je mehr Ansteckungen man zulässt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass noch gefährlichere Mutationen folgen“, so Lauterbach. Auch auf Twitter hat sich der Mediziner zu der Nachricht aus Großbritannien geäußert: „Solche Mutationen überraschen nicht. Wegen hoher Fallzahlen in der zweiten Welle und Mobilität hat das Virus mehr Gelegenheit sich zu verändern. Einige Studien gehen jetzt davon aus, dass der natürliche R-Wert schon bei 3 ist.“

Der natürliche R-Wert – auch Basisreproduktionszahl R genannt – beschreibt, wie viele Menschen eine infizierte Person ansteckt. Im Frühjahr ging man von einem Wert zwischen 2,4 und 3,3 aus. Das Robert Koch-Institut geht mittlerweile jedoch von einer Reproduktionszahl zwischen 3,3 und 3,8 aus

 

dpa/PSM, 21.12.2020, Foto: Gesundheitsexperte Karl Lauterbach © Prof. Dr. Karl Lauterbach MdB
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