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Deutschlands Krankenhäuser schlagen Alarm!

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Können Kliniken bald Gehälter nicht mehr zahlen?

Berlin- Den deutschen Kliniken könnte im Kampf gegen das Coronavirus schon im ersten Quartal das Geld ausgehen. Das RKI meldete am Morgen 852 weitere Todesfälle und 12.892 Neuinfektionen.  Wieder einmal schlagen die Krankenhäuser in Deutschland Alarm. Doch finden sie in der Politik in Bund und Ländern auch Gehör?

Der Präsident der Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß (57), zum Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Wenn die Bundesregierung die Hilfen nicht deutlich erhöht, werden flächendeckend Kliniken bereits im ersten Quartal 2021 nicht mehr die Gehälter ihrer Mitarbeiter zahlen können. Die Kliniken sind in einer dramatischen Situation: Das Geld aus der Regelversorgung fehlt.“

Die Krankenhäuser verfügten angesichts der corona-bedingten Betriebseinschränkungen nur noch begrenzt über finanzielle Mittel.

Die Bundesregierung in Berlin hatte Mitte Dezember einen neuen Rettungsschirm für die Krankenhäuser aufgespannt. Nach dem Konzept des Gesundheitsministeriums erhalten diese in besonders corona-belasteten Gebieten Ausgleichszahlungen, wenn sie auf aufschiebbare Eingriffe verzichten und damit Betten frei halten.

Davon würden aber lediglich 25 Prozent der Kliniken erfasst, erklärte Gaß. Der Verbandspräsident schlägt vor, dass die Kliniken auf der Basis von 2019 monatlich ihr Budget erhalten sollten und Ende 2021 genau abgerechnet wird.

Zwei Drittel aller Klinikbetreiber rechnen im Gesamtjahr 2020 mit Verlusten, wie laut „Tagesspiegel“ aus dem aktuellen Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) hervorgeht. 18 Prozent der knapp 2000 Kliniken mit 1,3 Millionen Mitarbeitern beurteilen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als gut.

 

dpa, 29.12.2020, Foto: Ein Krankenhaus © StockSnap

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