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Facebook teilt und bekommt Informationen von WhatsApp-Nutzern

Veröffentlicht von Presse

WhatsApp ändert Nutzungsbedingungen: Daten werden mit Facebook geteilt

Die Nutzungsbedingungen von WhatsApp machen klar: Facebook behält es sich vor, Daten zwischen WhatsApp und Facebook auszutauschen. Widersprechen kann man dem nicht. Die Neuigkeit verschärft den Kartell-Streit, den Facebook aktuell in den USA führt.

Deutschland – Die beliebten Messenger-Dienste WhatsApp und Telegram führen regelmäßig neue Funktionen ein. Diesmal ist wieder WhatsApp an der Reihe: Hier werden Funktionen übernommen, die es bei der Konkurrenz längst gibt. Allerdings müssen Nutzer diesen aktiv zustimmen. Wer das nicht tut, muss mit drastischen Folgen rechnen.

Neue Funktion bei WhatsApp: Messenger nähert sich Telegram an

Aber was genau ist neu? Bisher haben Nutzer von WhatsApp vor allem über soziale Medien oder durch Zufall von Neuerungen erfahren. Zukünftig will der Messenger aber direkt mit seinen Usern in Kontakt treten. So soll man im eigenen Feed in der App also auch Nachrichten von WhatsApp selbst erhalten, wie tz.de* berichtet.

Bisher gehen die Neuerungen nämlich schlichtweg an vielen Nutzern vorbei. Mit der neuen Funktion soll dieses Informationsleck der Vergangenheit angehören. Bei WhatsApp gab es diese Form der direkten Kommunikation zum Nutzer bisher noch nie. Beim Konkurrent Telegram besteht diese Funktion aber schon länger. Dort hat man ab dem Zeitpunkt der Installation einen eigenen Nachrichtenkanal auf dem der Messenger regelmäßig über Neuerungen informiert.

Achtung: Neue Funktion bei WhatsApp hat einen Haken

Dass Nutzer zukünftig schneller über neue Funktionen Bescheid wissen, halten laut WABetaInfo auch IT-Experten für sinnvoll. So könne wirklich jeder Endverbraucher erreicht werden. Technik-Laien würden von den Änderungen so nicht erst erfahren, wenn diese längst in Kraft getreten sind.

Allerdings soll die neue Funktion bei WhatsApp diesmal nicht einfach aus dem Nichts auftauchen. Nutzer müssen der Änderung stattdessen aktiv zustimmen. Diese Einwilligung ist auch an ein Ablaufdatum geknüpft. Laut hna.de* tritt die Neuerung am 8. Februar 2021 in Kraft. Wer bis dahin den neuen Nutzungsbedingungen nicht zugestimmt hat, kann WhatsAppvon dort an nicht mehr verwenden..

Weitere Änderungen bei WhatsApp – das ist neu für Nutzer

Doch bei einer neuen Funktion bleibt es diesmal nicht: Wer die Browser-Funktion WhatsAppWeb nutzt, könnte dort zukünftig auch Anrufe über die App tätigen. Bisher geht das allerdings nur in einer Beta-Version, also einer Art Vortest. Daher haben nur wenige Nutzer die Möglichkeit, diese Funktion zu testen. Wann die Änderung für alle WhatsApp-Nutzer eingeführt wird, ist bisher unklar.

Sprachnachrichten aufnehmen, Bilder versenden und erhalten sowie einfaches Chatten ist in der Web-Version von WhatsApp genauso möglich wie auf dem Smartphone. Nur Telefonieren fehlt bisher unter den Funktionen.

 

tz.de /hna.de /Lppen-Digital-Netzwerk / PSM, 07.01.2021, Foto: WhatsAppWeb © Thomas Ulrich