Querdenken- Bundesweiter Protest- D Day 2.0

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Polizei kontrolliert auf Autobahnen wegen möglicher Querdenker-Aktion

Erfurt- Mit einem Großaufgebot war die Polizei am Mittwochnachmittag auf Autobahnen im Einsatz. Polizeidienststellen waren bundesweit auf geplante Verkehrsblockaden durch “Querdenker” und “Querdenken” eingestellt.

Hintergrund waren offenbar Absprachen sogenannter Querdenker im Online-Netzwerk Telegram, die gezielt den Verkehr auf wichtigen Verkehrsadern stören wollten. Diese Absprachen werden laut Polizei unter dem Motto “Operation D-Day 2.0” getroffen.

Vorbereitet worden war das über Wochen, am Mittwochmorgen wurde der Termin genannt. Um 16 Uhr sollte der D-Day beginnen, benannt nach dem Tag der alliierten Landung in der Normandie im Zweiten Weltkrieg. Es begann ein Countdown. Verfassungsschutzämter rechneten auch mit Aktionen, rätselten aber, an welchen Orten Proteste welche Ausmaße annehmen.

 

 

Zuvor über brennende Autos diskutiert

“Querdenken”-Gründer Michael Ballweg hatte erklärt, mit der Aktion nicht in Verbindung zu stehen, Mitorganisator ist Stefan Brackmann, Leiter der Duisburger “Querdenken”-Organisation und Anmelder von diversen Demonstrationen bundesweit. Zwischenzeitlich hatte auch Attila Hildmann die Aktion beworben. Der Verfassungsschutz in Baden-Württemberg stuft “Querdenken” als Beobachtungsobjekt ein. In den “D-Day”-Gruppen war auch von Großfahrzeugen zur Blockade und vorgeschlagen worden, schrottreife Autos zu nutzen und sie in Brand zu setzen.

Gegen die Beteiligten wird nun wegen Verdacht auf Nötigung und Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Zudem erhielten einige Personen Anzeigen wegen versammlungsrechtlichen Verstößen, beteiligte Fahrzeuge wurden abgeschleppt und sichergestellt.

 

t-online/psm, 07.01.2021, Foto: Polizei Auto Systembild © Markus Roider