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Exit-Strategie aus dem Lockdown gefordert

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Die Corona-Infektionszahlen gehen zurück. Ab welchen Werten und in welchen Bereichen soll es Lockerungen geben?

Berlin- Angesichts rückläufiger Infektionszahlen werden die Forderungen nach einem Ausstiegsszenario aus dem Corona-Lockdown lauter. Es sei “ermutigend” und ein “gutes Zeichen, dass unsere Anstrengungen Erfolge zeigen”, sagte der Gesundheitsminister Jens Spahn im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Gleichwohl hänge die Frage einer Lockerung der Beschränkungen jedoch an zahlreichen Faktoren. Es gebe mehrere Aspekte, die berücksichtigt werden müssten bei der Entscheidung, “ob und wie es mit den Maßnahmen weitergeht”, sagte Spahn. So müssten die Zahl der Patienten weiter sinken und insgesamt die Fallzahlen in eine Größenordnung gebracht werden, bei der die Gesundheitsämter gut Kontakte nachverfolgen könnten. Zudem müsse es gelingen, alle Personen, die in Quarantäne müssten, auch tatsächlich in Quarantäne zu bringen und dies auch zu kontrollieren, “damit da nicht neue Ausbruchsherde entstehen”.

Wenn sich der Trend fortsetze und es gelinge, die Infektionszahlen so weit zu senken, dass die Gesundheitsämter bei der Kontaktverfolgung nachkämen, könne “unter diesen neuen Aspekten entschieden werden, ob und wie es mit den neuen Maßnahmen” nach dem 14. Februar weitergehe, so der Gesundheitsminister. Die Bundesregierung habe stets betont, dass Kitas und Schulen als letztes geschlossen würden, sagte Spahn. Daher sei für ihn klar, dass in diesem Bereich auch als erstes gelockert werden müsse.

Exit-Strategie aus dem Lockdown gefordert

Auf klare Persepektiven für eine Lockerung der Corona-Beschränkungen dringt der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Nötig sei eine “abgestufte Exit-Strategie aus dem Lockdown”, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Die Infektionszahlen seien zwar noch zu hoch, aber sie gingen zurück. Deshalb sei die Politik gefordert, klarzumachen, ab welchen Werten welche Lockerungen gelten sollten. Das werde regional unterschiedlich sein. Im Vordergrund müssten auch nach Ansicht Landsbergs aber überall die Perspektiven für Kitas und Grundschulen stehen.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt erklärt, dass nach dem Lockdown zuerst Schulen und Kitas wieder geöffnet werden müssten. Zugleich warb sie aber trotz der sinkenden Corona-Zahlen eindringlich für den längeren Lockdown, der bisher bis zum 14. Februar befristet ist. Man dürfe nicht warten, bis sich neue, besonders ansteckende Varianten des Coronavirus ausbreiteten. “Dann wäre es zu spät, um eine dritte Welle der Pandemie und gegebenenfalls eine noch heftigere als jemals zuvor zu verhindern”, warnte sie.

 

ARD/ ZDF, 26.01.2021, Foto: Systembild für: Exit-Strategie aus dem Lockdown gefordert © Geralt

Ein Kommentar

  1. Sie wissen von den Anklage des Coronaausschusses um RA Dr Füllmich und Kollegen und gehen mit keiner Silbe auf dessen Vorwürfe ein Sie und Drosten sowie Merkel werden nicht umhinkommen Dazu zu antworten !!!! Lieber jetzt schon bevor das Volk ganz aufgeheizt ist denn dann könnten die Attacken der Niederlande auch hier zutreffen. Das muß unbedingt verhindert werden. Diese Jugendlichen zerstören ihre eigene Zukunft und müssen dafür künftig bitter bezahlen Das begreifen die leider nicht

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