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Vendée Globe- Weltumsegler Boris Herrmann am Ziel

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Deutscher Einhandsegler Boris Herrmann hat in gut 80 Tagen die Welt umrundet

Frankreich- Boris Herrmann ist Deutschlands bekanntester Segelsportler und einer von 33 Skipper*innen, die gerade bei der Vendée Globe, der härtesten Einhandsegelregatta der Welt, 45.000 Kilometer nonstop um den Globus segelten.

Nach 80 Tagen, 20 Stunden, 59 Minuten und 45 Sekunden auf hoher See hat Boris Herrmann am Donnerstagvormittag das Ziel als Fünfter vor dem französischen Les Sables-d‘Olonne erreicht.. Eine Kollision mit einem Fischtrawler rund 90 Seemeilen vor Les Sables-d’Olonne verhinderte eine Podestplatzierung. Wegen einer Zeitgutschrift von sechs Stunden rückte er im vorläufigen Klassement um einen Rang vor..

Durch eine Kollision mit einem Fischtrawler am Abend zuvor etwa 90 Seemeilen vor Les Sables-d‘Olonne hatte er seine Chancen auf den Sieg eingebüßt. „Trotzdem gelang es ihm, das Boot zu sichern und das Rennen in den Top fünf zu beenden. Ein wahrer Held!“

“Wie eine Wand” sei das Boot vor ihm aufgetaucht, berichtete Herrmann, er habe geschlafen. “Das ist der schlimmste Albtraum, der mir bislang widerfahren ist.” Die Alarmsysteme an Bord versagten. Ein Unfall, nur knapp 150 Kilometer vor Les Sables d’Olonne an der französischen Atlantikküste, wo diese Reise am 8. November 2020 begonnen hatte und nun auch endete. Nach 52 000 Kilometern. In einem Finale, das wegen der knappen Abstände zum Thriller geworden war. Verletzt wurde niemand, die Schäden an der Seaexplorer allerdings kosteten Boris Herrmann den möglichen Sieg, er segelte danach nur noch halb so schnell Richtung Hafen. Ein sagenhaftes Pech, doch auf einem der vorderen Plätze landete der bald 40-jährige Hamburger trotzdem. Ein Erfolg war diese Vendée Globe so oder so für ihn.

Er ist der erste Deutsche überhaupt, der die härteste Einhandregatta mitgemacht und beendet hat.

Über Boris Herrmann iDeutschlands bekanntester Segelsportler 

Boris Herrmann trägt die Botschaft “A Race We Must Win” und das Rad der „Sustainable Development Goals“ der Vereinten Nationen auf seinen Segeln – als Botschaft rund um den Kampf gegen den Klimawandel und für die Gesundheit der Ozeane. Er nutzt seine Bekanntheit und seine Sportplattform, um durch Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit Bewusstsein zu schaffen, Veränderungen anzuregen und Lösungen für die Klimakrise aufzuzeigen. Seine Mission ist es, Segeln, Wissenschaft und Bildung zu kombinieren, um die Klimakrise im Bewusstsein der Gesellschaften weltweit nach oben zu bringen. Letztes Jahr hatte er deshalb die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg emissionsfrei und öffentlichkeitswirksam über den Atlantik nach New York zum UN Climate Action Summit gesegelt. In enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaft hat Herrmann auch ein Schulungsprogramm für Kinder und Jugendliche zu Klima- und Meeresschutz entwickelt.

In diesem Jahr hat Boris Herrmann nun gemeinsam mit der deutsch-philippinischen Umweltorganisation Mama Earth Foundation auf den Philippinen ein Aufforstungsprojekt für Mangroven gestartet. Unter dem Namen seines Racing Teams „Malizia“ wird im Malizia Mangrove Park an der Südküste Mindanaos auf den Philippinen der Mangrovenwald wieder aufgeforstet. Mangrovenwälder wachsen an tropischen und subtropischen Küsten und zählen neben dem tropischen Regenwald zu den artenreichsten und dabei anpassungsfähigsten Ökosystemen der Erde. Doch ihr Bestand ist gefährdet. So ist in den letzten 40 Jahren etwa ein Drittel der Mangrovenbestände weltweiten vernichtet worden.

 

Mama Earth Foundation, Inc./DPA/PSM, 28.01.2021, Foto: Boris Herrmann auf seinem Boot mit dem Ziel: Spenden für 1 Million Mangroven sammeln © Mama Earth Foundation, Inc.

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