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Schiffmann Praxis in Sinsheim von Polizei durchsucht

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Verdacht des Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse

Berlin- Die Polizei hat am Mittwoch und Donnerstag erneut Praxisräume von Bodo Schiffmann in Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) durchsucht. Daraufhin haben sich Demonstranten vor dem Gebäude versammelt. Die Versammlung ohne Mund-Nasen-Bedeckungen hat für einen erneuten Polizeieinsatz gesorgt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg erließ das Amtsgericht Heidelberg erneut einen Durchsuchungsbeschluss für die Praxis- und Privaträume eines Sinsheimer Arztes Bodo Schiffmann. Dieser steht nunmehr auch in Verdacht, in einer Vielzahl weiterer Fälle unrichtige Gesundheitszeugnisse ausgestellt zu haben. Diese sollen aus angeblichen medizinischen Gründen von der derzeit bestehenden Pflicht, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen, befreien.

Wie die bisherigen Ermittlungen ergaben, wohnen die angeblichen Patienten teilweise mehrere hundert Kilometer von Sinsheim entfernt, so dass der Verdacht besteht, dass sie tatsächlich nie durch den Beschuldigten untersucht worden sind und Gründe für eine Befreiung von der Maskenpflicht nicht bestanden.

Die Durchsuchung begann am Mittwochabend und wurde am Donnerstagvormittag fortgesetzt. Es wurde Beweismaterial sichergestellt, das der Auswertung bedarf.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern an.

Am Mittwochabend meldete eine Unterstützerin des Sinsheimer Arztes beim Polizeirevier Sinsheim eine Versammlung für Donnerstagmorgen an. Ab 8 Uhr kamen vor der Praxis in der Spitze rund 100 Personen zusammen. Die Versammlung war kurz nach 9 Uhr beendet.

 

Polizeipräsidium Mannheim/PSM, 12.02.2021, Foto: Bodo Schiffmann in Berlin © PSM.Media

Ein Kommentar

  1. Schiffmann erzählt in einem seiner Boschimo-Videos, dass er rechtzeitig einen Großteil seiner Patientenakten aus der Praxis entfernen und über einen Mittelsmann einem selbst ihm unbekannten Dritten übergeben ließ. Die Akten, die in der Praxis verblieben, dürften kaum Aufschluss geben. Schiffmann verstößt hiermit erneut gegen diverse rechtliche Auflagen. So u.a., dass Patientenakten auf Verlangen entsprechender, befugter Stellen diesen ausgehändigt werden müssen, Datenschutz usw usf. Schade, dass diese impertinente Frechheit, die doch einschneidend die Sachlage beeinflusst, in Ihrem Artikel keine Erwähnung findet

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