Machthaber Kim Jong Un,Donald Trump

Nordkorea – Kim Jong Un ignoriert Joe Biden

Veröffentlicht von Presse

Unter Joe Biden- Droht ein neuer Konflikt zwischen Nordkorea und den USA?

Washington – Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Lage in Nordkorea für viele vom Radar verschwunden. Fachleute sind sich allerdings sicher: 2021 könnte sich die Lage auf der koreanischen Halbinsel wieder verschärfen. Grund ist auch die Abwahl von Doanld Trump.

Die amerikanische Regierung habe seit Mitte Februar mehrfach versucht auf verschiedenen Wegen mit der nordkoreanischen Regierung Kontakt aufzunehmen. Auch die nordkoreanische Vertretung bei den Vereinten Nationen sei in die Bemühungen einbezogen worden.

Der Regierungsmitarbeiter lehnte es ab, darüber zu spekulieren, wie sich das Schweigen aus Pjöngjang auf die Überprüfung der Nordkorea-Politik der Regierung unter Biden auswirken könne. Sie soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Die Enthüllung der bisher erfolglosen US-Bemühungen hinter den Kulissen wirft Fragen darüber auf, wie Biden mit den zunehmenden Spannungen wegen des Atomwaffenarsenals und der ballistischen Raketenprogramme Nordkoreas umgehen wird.

Keine verbesserten Beziehungen zwischen USA und Nordkorea durch Trump

Während der Präsidentschaft von Donald Trump gab es zwar mehrere Treffen zwischen Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un, die Beziehungen zwischen beiden Staaten haben sich aber kaum verändert. So ist es auch nicht ausgeschlossen, dass Kim Joe Biden in dessen neuer Position so empfängt, wie er es bereits bei vorherigen US-Präsidenten, Chinas Machthaber Xi Jinping und Südkoreas Präsident Park Geun-hye getan hat. Nämlich, indem er Atomwaffen- oder Raketentests durchführt.

Kim bezeichnete USA als größten Feind

US-Außenminister Antony Blinken und US-Verteidigungsminister Lloyd Austin werden nächste Woche nach Japan und Südkorea reisen. Es wird erwartet, dass die Sorgen über die Atomwaffen Nordkoreas hoch auf der Tagesordnung der Gespräche stehen werden.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte kurz vor dem Amtsantritt Joe Bidens einen weiteren Ausbau des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals angekündigt und die USA als größten Feind seines Landes bezeichnet. Biden hatte Kim im Wahlkampf einen Verbrecher genannt und im Oktober erklärt, er werde sich nur mit dem Machthaber Nordkoreas treffen, wenn dieser schon im Vorfeld der Abrüstung des Atomwaffenarsenals seines Landes zustimme.

Bidens Amtsvorgänger Donald Trump hatte sich drei Mal mit Kim getroffen. Er hatte dem Nordkoreaner die Lockerung von Sanktionen im Gegenzug für atomare Abrüstung angeboten, doch ein Durchbruch war ausgeblieben.

 

Reuters/FR/PSM, Foto: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un © POOL/AFP / Jorge SILVA/Arcivbild