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Jens Spahn Pressekonferenz – AstraZeneca-Impfung ausgesetzt

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Nach den Niederlanden und Dänemark will auch Deutschland die Impfungen mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca vorerst aussetzen

Berlin – Uns ist die Tragweite bewusst“ Spahn äußert sich live zum Verzicht auf Astrazeneca

Berlin- Pressekonferenz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu dem “Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite” sowie zur Änderung des Krankenhausfinanzierungsgesetzes und zu dem Infektionsschutzgesetz

Paukenschlag in Deutschland: Der Impfstoff Astrazeneca soll in Deutschland vorübergehend nicht mehr benutzt werden. Dazu äußerte sich jetzt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) live am Montag, 15. März, live in einer Pressekonferenz.

Keine Impfung mehr mit Astrazeneca: Was sagt Jens Spahn?

Gesundheitsminister Jens Spahn nahm öffentlich Stek´llzum Verzicht auf Astrazeneca in Deutschland. Alle Infos aus der Pressekonferenz lesen Sie hier in übersichtlichen Stichpunkten.

  • Aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts nach neu gemeldeten Fällen von Thrombose, die in zeitlichem Zusammenhang mit Astrazeneca stünden, sei die Verimpfung mit Astrazeneca vorsorglich ausgesetzt worden, erklärt Gesundheitsminister Jens Spahn.
  • Die Aussetzung betreffe auch Folgeimpfungen, so Spahn weiter. Nun beschäftige sich auch die Europäische Arzneiagentur EMA mit den neuen Entwicklungen.
  • Spahn: „Uns allen ist die Tragweite dieser Entscheidung bewusst. Wir haben sie uns nicht leicht gemacht.“ Das sei aber eine fachliche Entscheidung, keine politische.
  • Spahn: „Für mich war es am wichtigsten, die Bundesländer und die europäischen Partner zu informieren.“ Das „vorsorgliche Aussetzen“ diene nun der Überprüfung von Astrazeneca.
  • Auf Nachfrage eines Journalisten, wie sehr das Vertrauen in Astrazeneca nun leide, antwortet Spahn, dass vor allen Dingen Transparenz und schnelle sowie klare Kommunikation für Vertrauen in der Bevölkerung sorge. Und damit auch die Entscheidung, die Verimpfung von Astrazeneca auszusetzen aufgrund von fachlichen Entscheidungen.
  • Spahn erklärt, es gebe bisher sieben berichtete Fälle, die in Zusammenhang mit einer Hirnvenenthrombose stünden. Spahn spricht von einem geringen Risiko, trotzdem sei eine Abwägung nun wichtig. Wer sich mehr als vier Tage nach der Impfung mit Astrazeneca unwohl fühle, solle unverzüglich einen Arzt aufsuchen, empfiehlt Spahn.
  • „Wird man die Zweitimpfung mit einem anderen Impfstoff durchführen können, wenn beim ersten Mal Astrazeneca verimpft wurde?“, will eine Journalistin wissen. Das hänge nun von der EMA-Entscheidung ab, antwortet Spahn. Für beide Fälle werde man eine Lösung finden.
  • „Wieviele Monate kostet das Deutschland, wenn Astrazeneca wegfällt?“, will eine Journalistin wissen. Diese Frage könne noch nicht beantwortet werden, beschwichtigt Spahn. „Mir war es erst einmal wichtig, die Bürger schnell über die Entscheidung zu infomieren.“ Die folgenden Schritte müssten nun nach einer weiteren Überprüfung von Astrazeneca geplant werden.

Deutschland stoppt AstraZeneca-Impfungen

 

DPA/PSM, Foto: Jens Spahn Pressekonferenz © Screenshot Youtube

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