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CDU-Abgeordnete Karin Strenz starb auf Privatreise

Veröffentlicht von Presse

Karin Strenz ist gestorben-Drama über den Wolken begann über dem Atlantik

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz ist gestorben. Sie sei auf dem Rückflug von Kuba nach Deutschland kollabiert und verstorben.

Berlin- Die auf dem Rückflug von Kuba nach Deutschland gestorbene CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz war offenbar privat unterwegs. Es habe sich um keine Dienstreise im Auftrag des Deutschen Bundestags gehandelt, sagte ein Parlamentssprecher am Montag auf Nachfrage. Wie immer beim Tod eines Mitglieds des Bundestags würden die Fahnen einen Tag lang auf Halbmast gesetzt.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz ist auf einem Flug von Kuba nach Frankfurt zusammengebrochen – wenig später wurde die 53-Jährige für tot erklärt. Die Politikerin hatte über den Wolken plötzlich das Bewusstsein verloren. Der Pilot des Condor-Flugs DE 2199 setzte einen Notruf ab. Die Boeing 767 wurde nach Shannon (Irland) umgeleitet. Sanitäter brachten Frau Strenz vom Flughafen in die Uniklinik der Stadt Limerick – dort konnten Ärzte nichts mehr für die 53 Jahre alte Frau tun. Das berichtet die Zeitung “The Clare Herald”.

Notfalllandung in Irland

Trotz einer Notfalllandung in Irland habe man ihr nicht mehr helfen können. Der Sprecher der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern, Eckhardt Rehberg, zeigte sich tief betroffen. Er gilt als politischer Wegbereiter und Wegbegleiter von Strenz.

Die Christdemokratin war seit 2009 Mitglied des Bundestags. Bei den Wahlen 2009, 2013 und 2017 gewann sie jeweils eines der sechs Direktmandate in Mecklenburg-Vorpommern. Von 2002 bis 2006 sowie von 2007 bis 2009 war sie Abgeordnete im Schweriner Landtag. Im Bundestag saß sie zuletzt unter anderem im Verteidigungsausschuss.

Strenz war einer breiten Öffentlichkeit im Januar vergangenen Jahres bekannt geworden. Damals hob der Bundestag die Immunität der Politikerin auf, weil die Staatsanwaltschaft gegen sie wegen eines Korruptionsverdachts ermittelte. Ihr wurde vorgeworfen, Gelder aus Aserbaidschan entgegengenommen und nicht rechtzeitig angezeigt zu haben. Strenz blieb trotz der Vorwürfe Mitglied des Bundestags, bei der anstehenden Wahl im September wollte sie aber nicht mehr kandidieren.

Nach Tod von Strenz: Rechtshilfeersuchen gestellt

Nach dem Tod der mecklenburgischen CDU-Bundestagsabgeordneten Karin Strenz will die Schweriner Staatsanwaltschaft die genauen Umstände über ein Rechtshilfeersuchen an Irland klären. Wie ein Sprecher der Schweriner Behörde am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte, wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Nach den bisher vorliegenden Informationen sei die genaue Todesursache bei der 53-Jährigen noch unklar. «Wir gehen davon aus, dass es dann eine Obduktion der Toten in Irland gibt», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Mit dem in solchen Fällen üblichen Todesermittlungsverfahren und dem Ersuchen wolle man an die nötigen Informationen aus Irland kommen.

 

dpa/rnd/psm, Foto: Foto: Karin Strenz/Christian Stambor