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Spahn und Wieler zur aktuellen Corona-Lage

Veröffentlicht von Presse

Jens Spahn und RKI-Chef Wieler zur aktuellen Coronalage

Berlin- Während die Politik weiter über einen harten Lockdown streitet, warnen Ärzte vor einer Überlastung der Intensivstationen. Über die aktuelle Situation informieren jetzt Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler im Livestream.

Update, 10.20 Uhr – Wieler: „Müssen Überlastung von Gesundheitssystem verhindern“

„Wir gehen davon aus, dass wir ab Mitte nächster Woche wieder verlässliche Zahlen haben“, sagte Dr. Wieler zu Beginn seiner Ausführung. Die Lage in den Krankenhäusern sei allerdings nach wie vor „sehr ernst“. Immer mehr Menschen würden dort wegen schweren Atemwegserkrankungen aufschlagen, so Wieler. Vor allem sind auch immer mehr jüngere Menschen von schweren Corona-Krankheitsverläufen betroffen.

Auch die „Intensivstationen würden sich rasant füllen – und dies in allen Bundesländern, sagte Wieler. Alleine in der letzten Woche seien deutschlandweit über 700 Patienten hinzugekommen, was einem Anstieg von über 20 Prozent entspricht. 85 Prozent davon müssten beatmet werden. Zudem befürchtet Wieler, dass durch den Zeitverzug in der dritten Welle die Zahlen noch weiter rasant ansteigen werden. „Wir haben alle die Pflicht, eine Überlastung unseres Gesundheitssystem zu vermeiden“, mahnte der Professor und appellierte an die Menschen, die bestehenden Corona-Regeln weiterhin konsequent zu befolgen.

Update, 10.13 Uhr – Spahn kritisiert Landespolitiker: „Kann mich nur wundern…“

Im Hinblick auf den kommenden Bund-Länder-Gipfel, dessen Verschiebung (eigentlich hätte dieser am Montag, 12. April stattfinden sollen) inzwischen als so gut wie sicher gilt, sagte Spahn:„Es braucht konsequente und bundeseinheitliche Maßnahmen.“ Zugleich kritisierte er – ohne Namen zu nennen – einige Ministerpräsidenten und andere Politiker scharf: „Ich kann mich über manche Äußerungen dieser Tage nur wundern!“ Es brauche dringend einen Lockdown, um die dritte Welle zu brechen.

Dieses Herunterfahren könne „eine Brücke bauen“, um danach stabil deutschlandweit unter eine Inzidenz von unter 100 zu kommen. Danach könne es dann testgestützt erste Erleichterungen geben, ehe dann spätestens im Sommer mit den voranschreitenden Impfungen weiter gelockert werden könne. „Das sind noch einmal schwere Wochen für uns alle mit ernsten Entscheidungen. Deswegen ist ein geschlossenes und gemeinsames Handeln wichtig“, sagte Spahn abschließend.

Update, 10.10 Uhr – Spahn: „Müssen dritte Welle brechen – und zwar rasch!“

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Prof. Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Institutes (RKI), informieren auf einer Pressekonferenz derzeit die Öffentlichkeit über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland. Am Freitag seien über 25.000 neue Corona-Fälle in der Bundesrepublik registriert worden. „Die Zahlen, die wir heute sehen, spiegeln aller Wahrscheinlichkeit nach nicht das wahre Infektionsgeschehen wieder“, warnte Spahn jedoch und sprach dabei die geringeren Testkapazitäten über Ostern an.

Wir müssen diese dritte Welle brechen – und zwar möglichst rasch“, so Spahn, der betonte, dass man nur so eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern könne. Die Patientenzahlen in den Kliniken würden weiterhin ansteigen, Ärzte und Pflegekräfte würden deswegen weiterhin zurecht Alarm schlagen, hieß es.

 

 dpa/ARD/PSM, Foto: Bundespressekonferenz in Berlin © Screenshot Youtube