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Seit Mitternacht harter Lockdown in MV

Veröffentlicht von Presse

Shutdown in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin- Seit Mitternacht gilt in Mecklenburg-Vorpommern der harte Lockdown. Viele Geschäfte müssen wieder schließen.

Mecklenburg-Vorpommern geht von Montag (0.00 Uhr) an in einen Shutdown, um die hohe Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen zu senken. Schulen, Kitas, Museen, Bibliotheken und die meisten Geschäfte werden geschlossen.

Friseure, Baumärkte, Blumen- und Buchläden dürfen geöffnet bleiben, ebenso der Lebensmittelhandel, Banken, Drogerien und Apotheken. Private Treffen dürfen nur noch mit einer Person außer dem eigenen Hausstand stattfinden.

 

 

Zweitwohnungsbesitzer, Dauercamper, Kleingartenpächter, Bootseigentümer: Frist bis Freitag

Private Treffen sind nur noch mit einer Person außerhalb des eigenen Hausstands gestattet. Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper von außerhalb des Bundeslandes dürfen nicht nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Wer aus einem anderen Bundesland kommt und einen Zweitwohnsitz im Nordosten hat, muss diesen bis spätestens kommenden Freitag (23. April) verlassen. Das gilt laut Landesregierung auch für Dauercamper, Kleingartenpächter sowie Bootseigentümer aus anderen Bundesländern.

Härtefall-Regelung für Fahrschüler

Für Fahrschüler soll es derweil Härtefallregelungen geben. Wenn der Fahrunterricht für die Ausbildung von Berufskraftfahrern zwingend nötig ist, darf dieser noch stattfinden. Auch wenn Fahrschüler nur knapp vor der praktischen Fahrprüfung stehen, dürfen sie diese in den kommenden Tagen noch machen, sagte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD). Mit der Übergangsfrist sollen diejenigen, die schon die zweite oder dritte Unterbrechung ihrer Fahrausbildung durch einen Lockdown erleben, die Chance einer Prüfung erhalten. Die Härtefallregelung gilt auch für beruflich dringend benötigte Fluglizenzen sowie deren Verlängerung.

501 Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist am Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern weiter gestiegen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) berichtete, wurden am Sonntag 190 neue Fälle gezählt, am Samstag waren es 311. Damit stieg die Gesamtzahl der bestätigten Fälle in Mecklenburg-Vorpommern auf 36.346.

Am vergangenen Wochenende waren 517 Neuinfektionen gezählt worden. Am Sonntag sind die gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem, weil am Wochenende weniger getestet wird.

Sieben-Tage-Inzidenz

Auch die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz kletterte auf 150,2. Am vergangenen Donnerstag lag sie schon einmal bei 157,9. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorbenen Menschen stieg um einen auf 927. Als von einer Corona-Infektion genesen gelten 31.099 Menschen.

Der Rostocker Infektiologe Emil Reisinger ging davon aus, dass die Zahl der Neuinfektionen noch mehrere Tage auf hohem Niveau verharren wird. Der Mediziner appellierte an die Menschen im Land, die Kontaktbeschränkungen einzuhalten und die Maskenpflicht zu beachten.

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Vorpommern-Greifswald stieg mit 212,2 wieder auf einen Wert von über 200. Mit 177,5 folgen gleichauf die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Mecklenburgische Seenplatte. Den geringsten Wert verzeichnete Nordwestmecklenburg mit 97,3.

Bisher 403.825 Corona-Schutzimpfungen in MV

Die Zahl der in Kliniken behandelten Corona-Patienten liegt mit Stand Sonntag derzeit bei 272 – das sind zwölf weniger als am Samstag. 72 Corona-Patienten befanden sich auf Intensivstationen, einer mehr als Vortag.

 

RKI/NDR/DPA/PSM, Foto: Ostseestrand MV Menschenleer © PSM.Media- Nachrichtenagentur