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SPD – Ostdeutsche Umbruchkompetenz nutzen

Veröffentlicht von Presse

Ost-Konvent der SPD eine Woche vor Sachsen-Anhalt-Wahl

Halle. Eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt richtet sich die SPD am heutigen Sonntag (11.00 Uhr) mit einem Ost-Konvent an die Menschen in den fünf östlichen Bundesländern.

Die SPD will die Umbruchserfahrungen der Ostdeutschen stärker nutzen. Zudem sollen die Regionen besonders von Zukunftstechnologien profitieren. Kanzlerkandidat Olaf Scholz sagte, die Umbruchkompetenz der Ostdeutschen aus den zurückliegenden 30 Jahren müsse stärker genutzt werden – etwa in einem Zukunftszentrum in Ostdeutschland. “Ich bin überzeugt: Dieses Zukunftszentrum kann einen immens wichtigen Beitrag zur inneren Versöhnung unserer Gesellschaft leisten und das Vertrauen in unsere Demokratie stärken”, sagte Scholz am Sonntag bei einem Ostkonvent der SPD in Halle.

Im Zukunftszentrum solle darüber vor- und nachgedacht werden, wie gesellschaftliche Transformationen besser bewältigt werden könne. Die Idee war Ende 2020 von einer Regierungskommission veröffentlicht worden. Scholz betonte, die Lebensleistung der Ostdeutschen brauche Anerkennung und Respekt. Wichtig sei zudem ein Plan, wie Deutschland bis 2030 näher zusammengewachsen sein könne. Es müsse eine faire Chance auf einen “Vorsprung Ost” geben, betonte Scholz. “Wie nie zuvor entstehen weltweit gerade neue Wirtschaftszweige und neue Wertschöpfungsketten – bei der Digitalisierung, der Energieversorgung der Zukunft, bei Wasserstofftechnologien und Mobilität.”

Parteichef Norbert Walter-Borjans sagte, es müsse besonders im Osten in Zukunftstechnologien investiert werden. Es gehe nicht immer nur ums Aufholen und Nachholen etwa bei den Löhnen. “Das bedeutet dann auch, dass wir Vorsprünge in Regionen des Ostens brauchen”, sagte Walter-Borjans. Er nannte die Wasserstofftechnologie die E-Mobilität und andere alternative Energien, Chemie und Maschinenbau als Beispiele.

 

dpa/presse.online, Foto: Olaf Scholz (SPD), Bundesminister der Finanzen, spricht im Bundestag © Kay Nietfeld/dpa