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Der ewige Krieg

Veröffentlicht von Presse

Der Afghanistankrieg ist Glied einer Kette von bewaffneten Auseinandersetzungen um die Weltherrschaft

Im Oktober des Jahres 2001 hat George W. Bush jun. Afghanistan bombardieren lassen, angeblich wegen des 11. Septembers, des Tages des Einsturzes der Twin-Towers in New York, und um den Krieg gegen die „Terroristen“ in Afghanistan anzufangen. Tatsächlich wurde der Krieg in Afghanistan lange vor dem 11. September geplant (1).

Nebenbei sollten die Frauenrechte gestärkt und eine Regierungsform nach westlichem Vorbild implantiert werden. Tatsächlich waren nach eigenen Angaben der USA die Entführer jener Flugzeuge, die in die Türme des World Trade Centers flogen, vor allem Saudis. Das fügsame Öl-Land Saudi-Arabien wurde nie angegriffen. Demokratie und Frauenrechte sind eine Behauptung, deren Umsetzung ebenso real war wie der „Kampf gegen die Taliban“, nämlich als Vordergrundkulisse.

Der Wandel von Stellvertreterkriegen

Um das Jahr 2000 war es gerade 10 Jahre her, dass die USA nach dem Ende der Sowjetunion als einzige Weltmacht übrig geblieben waren. Die Kriege wandelten sich von Stellvertreterkriegen wie dem Vietnamkrieg zu Kriegen um Öl und Gas, beziehungsweise um die Territorien, durch die künftig Pipelines führen sollten.

„Bis zum August [2001] betrachtete die US-Regierung nach Einschätzung von Brisard und Dasquie die Taliban ,als Garanten der Stabilität in Zentralasien‘ und ging davon aus, dass sie ,den Bau einer Ölpipeline durch Zentralasien ermöglichen würden‘. Erst als die Taliban nicht auf die Bedingungen der USA eingingen, sei ,das Motiv der sicheren Energieversorgung in ein Motiv für Militäraktionen umgeschlagen‘“ (1).

Auch Clemens Ronnefeldt erkennt Pläne zum Pipelinebau als „gewichtigen Grund für den Einmarsch in Afghanistan“:

„Durch Afghanistan sollte eine von Turkmenistan kommende Pipeline mit Abzweigen nach Pakistan und Indien gebaut werden. (…) Das Talibanregime änderte vor 2001 seine Meinung und wollte dem argentinischen Konkurrenzunternehmen Bridas den Zuschlag geben, was die US-Regierung sehr verärgerte. Vom Persischen Golf wollte Iran eine bis heute nicht gebaute Pipeline verlegen, die nach Indien verlängert werden sollte. Ziel der USA ist nach wie vor, dieses Projekt zu verhindern, um Iran zu isolieren“ (2).

Ähnlich äußerte sich Rainer Rupp (3).

Ich denke, dass es vor allem um die Verhinderung des Baus selbst ging.

Auch der Spiegel schrieb „eine Reportage-Serie über den Kampf der Staaten und Konzerne um Pipeline-Routen und militärische Vorherrschaft“ (4).

Das war damals der Weg zur Weltherrschaft der USA. „Der Kampf um die Kontrolle über das Öl in Mittelasien ist zum neuesten Kapitel der alten Rivalität zwischen Russland, den USA und Japan“ und einer „Wiederholung des ‚Great Game’ in Zentralasien im 19. Jahrhundert zwischen Britannien und Russland“ geworden, schreibt Paul Sampson, Herausgeber der Londoner Ölbusiness-Zeitschrift ,Nefte Compass‘“, zitiert nach infopartisan (5).

Heute wandelt sich das Thema des Kampfs um die Weltherrschaft, ohne die obigen Interessen aufzugeben:

Das Pentagon hat China als wirtschaftlichen Konkurrenten ins Zielvisier genommen und allmählich wird alles diesem Ziel untergeordnet. Das mag auch der Hauptgrund für den Abzug der USA aus Afghanistan sein.

Nehmen wir die drei wichtigsten Tatsachen, also die drei Narrative zu Afghanistan.

Die erste Tatsache ist: Kriege folgen immer ökonomischen Interessen.

Wie anders wäre zu erklären, dass die USA die gigantische Summe von über 2,7 Billionen US-Dollar in diesen Krieg gesteckt haben (6)?

Der Krieg gegen Afghanistan in jener Zeit wird von der sehr gut recherchierenden Zeitung World Socialist Web Site (WSWS) richtigerweise als Kampf „um den Zugang und um die Kontrolle über das Öl und Gas Zentralasiens“ beschrieben (7).

Das sind die wirtschaftlichen Interessen.

Tatsache zwei: Damals und auch heute noch heißt die Devise: Wer die Energieströme kontrolliert, kontrolliert die Politik der abhängigen Staaten und damit die Welt.

Die Energieexpertin Sheila Heslin sagte während einer Anhörung vor dem US-Senat im September 1997, dass es Washington geostrategisch darum ging, „die monopolistische Kontrolle Russlands über den Abtransport des Öls aus der Region (Mittelasien und ,Kaspi-Raum‘) zu brechen“ (5). Das ist die halbe Wahrheit, die andere ist, dass Pipelines nur unter der Beteiligung, also unter der Kontrolle von US-Konzernen gebaut werden sollten.

Weder Indien noch China sollten über selbstständige Geschäfte mit souveränen Staaten an die begehrten Kohlenwasserstoffe herankommen. So wollte die als einzig verbliebene Weltmacht nach dem Scheitern der Sowjetunion ihre Herrschaft ausüben: Mit Militär und Lügen die Ölquellen und die Pipelinerouten unter ihre Kontrolle bringen, um damit ihre Weltherrschaftspläne zu realisieren. Bill Richardson, der Energieminister Clintons, sagte, dass es darauf ankäme, „die Karte der Politik und die Pipelinekarten in Übereinstimmung zu bringen“. Und so geschah es.

Erinnern wir uns: Noch um das Jahr 2000 gab es einen Hype bezüglich der Öl- und Gasreserven im zentralasiatischen Gebiet von der Kaspisee bis Kasachstan. Dieser Hype zerbrach.

Wir erinnern uns weiter, dass nur zwei Jahre später mit dem gleichen Zweck der Kontrolle über die Ölfelder der Krieg gegen den Irak begann, wo der Gewinnungspreis des Öls bei nur 2 US-Dollar pro Barrel lag.

Der Syrienkrieg diente vor allem dem Ziel, Gasrouten vom größten unerschlossenen Erdgasfeld unter dem Golf von Persien nach Europa zu verhindern. Katar und der Iran hatten Pläne dafür.

Jener Hype hat realistischeren Einschätzungen Platz gemacht, weil für die Ölkonzerne nicht die Menge des abbaubaren Kohlenwasserstoffs, sondern der Preis seiner Gewinnung entscheidend ist. Und der ist relativ hoch.

Ein Beispiel: Ein Ölfeld liegt unter einem See, der keinen befestigten Straßenzugang hat und der im Sommer austrocknet und eine matschige Landschaft hinterlässt. In dieses unwegsame Gelände kann man die Gerätschaften zum Ölabbau nur mit Helikoptern heranschaffen, und das ist teuer.

Konkret ging es in den 1990er-Jahren um zwei Pipelines, eine sollte vom Norden von Turkmenistan über Afghanistan zum indischen Meer in den Süden gehen, sie hatte den Namen TAP, und eine, von West nach Ost, sollte vom Iran über Pakistan nach Indien führen, mit dem Namen IPI (8).

Die TAP sollte ursprünglich — Pläne ab 1992 — vom argentinischen Ölkonzern Bridas gebaut werden, welcher aber von der Unocal, einem US-Ölkonzern, mithilfe des Drucks der US-Regierung ausgebootet wurde. 1998 stieg Unocal aus. Warum? „Wirtschaftliche und sicherheitspolitische Gründe“ (9). Der Bürgerkrieg machte den Bau der Pipeline unmöglich. In der Folge wollten die Taliban wieder Bridas den Zuschlag geben, doch es sollte niemand anderes diese Pipelines bauen.

Tatsächlich standen also die Interessen der Ölindustrie als Vertreter des Gesamtkapitals der USA hinter den Kriegen, denn die US-Wirtschaft ist ölbasiert.

Die dritte Tatsache ist, dass die Taliban einen Sieg errungen haben, den sie nicht erringen sollten, der ihnen aber leicht gemacht wurde: Die Taliban gingen aus den Mudschaheddin hervor, die damals von den USA aufgebaut wurden und als Befreier Afghanistans vom Zugriff durch die Sowjetunion gefeiert wurden. Als sie das Land von den Sowjets mit US-Hilfe zurückerobert hatten, behielten sie die Waffen, und als sie eine selbständige Energiepolitik betreiben wollten, wurden sie im Vordergrund in „Terroristen“ verwandelt — siehe (1).

Die USA haben die Taliban für ihre schmutzigen Geschäfte und für ihre eigenen Interessen nicht nur im Kampf gegen die Sowjetunion benutzt. Die australische Zeitung news beantwortet die Frage „Woher bekamen die Taliban Geld und Waffen?“ am 1. September 2021 so:

„Die Taliban verfügen über eine Kriegskasse in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar, um ihren Kampf in Afghanistan zu finanzieren, wobei Millionen durch Drogen, Spenden und Immobilien eingenommen werden“ (10).

Der Independent, eine britische Zeitung, berichtete seinerzeit, dass die US-Truppen die Mohnanbaufelder der Bauern schützten. Seit jener Zeit stieg der Mohnanbau der armen Bauern enorm an. Die shz berichtet im September 2017 von einem Ernterekord (11).

Also wurden die Taliban vorne auf der Bühne bekämpft und dahinter finanziell unterstützt, indem man die Wegezölle und vor allem den Mohnanbau und damit hunderte von Millionen US-Dollar Einnahmen für sie tolerierte. Das infame Spiel mit dem Bürgerkrieg verhinderte den Bau der Pipelines.

Den USA ging es nie um einen Sieg: Als die USA siegen wollten, haben sie über 150.000 Soldaten in den Irak geschickt (12), nach Afghanistan in der Spitze nur 66.000, die Obama auf 35.000 verringern wollte (13). Es ging um einen lang anhaltenden Bürgerkrieg, der den Bau von Pipelines, die nicht unter der Kontrolle der USA standen, mehr als 20 Jahre lang verhinderte. Bis zum Abzug der restlichen Truppen der USA reduzierten sich diese auf etwa 11.000 Soldaten (14).

Ziele erreicht?

Da es nie wirklich um Frauenrechte und um Demokratie in einem feudalen Land ging, darf man dieses US-Narrativ nicht als Maßstab nehmen, um über Erfolg oder Misserfolg dieses Kriegs nachzudenken.

Im Gegenteil: Der Bau der genannten Pipelines wurde bis heute erfolgreich verhindert, auch die IPI, die iranisch-pakistanisch-indische Pipeline, ist nicht errichtet worden.

Bridas, der argentinische Energiekonzern, wurde in den 1990er-Jahren durch die Unocal, eine US-Ölfirma, die 2005 von Chevron übernommen wurde, aus den Planungen für die TAP ausgebootet. Der Iran wurde mittlerweile mittels brutaler Sanktionen geschwächt.

Aber das ist die eigentliche Niederlage der USA: Turkmenistan, Afghanistan, Pakistan und Indien werden die TAPI, eine Gaspipeline von Turkmenistan bei der Kaspi-See direkt nach Indien, ab 2021 als souveräne Länder bauen (15). Also: mission partially accomplished and partially not!

Und Deutschland?

Deutschland steht als Vasall mit seinen Soldaten an der Seite der USA. Welch anderen Grund hätte die Bundesregierung gehabt, in Afghanistan über 17 Milliarden Euro (16) zu vergeuden?

Außenminister Heiko Maas beschreibt am 20. August 2021 recht gut das Vasallentum der Europäer (17):

„Denn die Realität ist die, dass die Amerikaner vieles entscheiden und wir folgen.“

Das ist ein folgenschwerer Satz!

Maas ist nach meinem Wissen der einzige deutsche Politiker, der diese Dings so klar ausgesprochen hat.

Die Kosten des Kriegs

Am 30. Juni 2021 bilanzierte die Organisation International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW), dass in Afghanistan und Pakistan mindestens 238.000 Menschen in direkter Folge der Kriegshandlungen starben, über 71.000 davon ZivilistInnen. Die tatsächliche Zahl der zivilen Opfer liege jedoch vermutlich fünf- bis achtmal so hoch. Hilfsorganisationen zufolge seien 13 Millionen Afghanen akut vom Hunger bedroht (18).

Seit dem Jahr 1992 sind in Afghanistan „59 Bundeswehrangehörige ums Leben gekommen, davon sind 35 Bundeswehrangehörige durch Fremdeinwirkung gefallen, 24 Personen sind durch sonstige Umstände gestorben“ (19).

Am 17. August 2021 meldet die Berliner Zeitung:

„Zwanzig (…) Jahre Krieg in Afghanistan haben die amerikanischen Steuerzahler 2,7 Billionen Dollar gekostet. (… ) Hinzu kommen noch die Mittel der Verbündeten im ,Krieg gegen den Terror‘. Deutschland war mit etwa 17 Milliarden Euro an dem längsten Krieg der US-Geschichte beteiligt“ (16).

Die Gewinner des Krieges

Neben den Ölkonzernen und den Rüstungskonzernen fällt vor allem der Bankengewinn auf.

Im Jahr 2011 berichtet die Deutsche Welle:

Wie stark das hochverschuldete Amerika allein an den aufgenommenen Kriegskrediten zu tragen hat, geht aus der Summe von 185 Milliarden US-Dollar hervor, die bislang an Zinsen angefallen sind. Bis zum Jahr 2020 könnte diese Summe noch auf eine Billion US-Dollar anwachsen (20).

Infosperber berichtet:

„Der US-Börsenindex ,Standard and Poor’s 500‘, kurz S&P 500, zu dem 500 große US-Unternehmen gehören, hat sich seit dem 18. September 2001, dem Tag der Ermächtigung durch US-Präsident George W. Bush, etwa versechsfacht. Wer damals 1.000 Dollar in den Index investiert hätte, besäße im August 2021 vor Steuern 6.100 Dollar, führt der ,Intercept‘ aus“ (21).

Der Mainstream

Kein einziges Wort von den wirtschaftlichen Interessen in diesem Krieg, kein Wort zur Kumpanei der US-Regierung mit den Taliban.

„Das erstaunlichste Phänomen dieses Krieges war das perfekt organisierte geringe öffentliche Interesse am Krieg, seinen Opfern, Folgen, unseren westlichen Kriegsverbrechen, den Massakern unserer ,verbündeten‘ Warlords und den Kosten. Auch die Frage nach den Menschen und Konzernen, die an diesem — stark privatisierten — Krieg viel Geld verdient haben, wird nicht gestellt“ (22).

Der Schutz der Mohnfelder durch die US-Truppen wird in den deutschen Medien weitgehend verschwiegen. Es wird so getan, als ob die Taliban die Herrschaft über das Land gehabt hätten. Tatsächlich wurde ihnen der Zugang zu den Gewinnen der Mohnproduktion erlaubt, damit sie den Bürgerkrieg, auch gegen die Regierungstruppen, anheizen konnten.

Noch am 10. April 2010 schrieb die Welt, dass die Mohnfelder abgefackelt werden müssten (23).

Am 17. August 2017 stellt die Schleswig-Holsteinische Zeitung (shz) fest, dass in diesem Jahr 2017 die größte Opiumernte erwartet wird (11).

Also ging der Schutz der Mohnfelder weiter, völlig unabhängig von den aufgelegten Programmen und Behauptungen.

Die Bundesregierung setzt ihre brutale Politik der Abschottung Deutschlands vor Flüchtlingen fort.

„Es gab weder eine verantwortungsvolle Ausstiegsstrategie aus dem Einsatz in Afghanistan noch realistische Notpläne für notwendige Evakuierungen. Linke und Grüne forderten bereits am 23. Juni eine unbürokratische Evakuierung der Ortskräfte und anderer bedrohter Menschen — die Regierungskoalition stimmte dagegen!

„Afghaninnen, die sich in den letzten Jahren für Menschenrechte und Demokratie eingesetzt haben und deshalb jetzt von Folter und Tod bedroht sind, werden ihrem Schicksal überlassen und müssen um ihr Leben bangen“ (24).

Wie geht es weiter?

Ich stimme Clemens Ronnefeldt (2) zu:

„Die Forderung der Taliban ist der vollständige Abzug aller NATO-Truppen. Auch nach dem (…) Ende des NATO-Einsatzes werden vor allem kleinere Militäreinheiten in Nachbarstaaten Afghanistans stationiert bleiben, um von dort über einen erneuten schnellen Truppenaufwuchs notfalls zukünftig erneut militärisch eingreifen zu können.“

Was heißt hier „notfalls“? Das kann nur bedeuten, dass die USA sich der Botmäßigkeit der Talibanregierung versichern und US-Konzerne ins Land lassen:

„Afghanistan — in der Nähe von Russland und China — ist geostrategisch (…) zu wichtig und hat zudem noch zu viele Bodenschätze, um es aus NATO-Sicht vollständig zu verlassen“ (2).

Wenn wir statt NATO USA schreiben — siehe Maas (17) —, trifft dieser Satz völlig zu und auch:

„Ein wirklicher Frieden in Afghanistan (…) ist weiterhin eine Herkulesaufgabe, bei der ehrliche Makler (…) wie die OSZE (…) zukünftig gefragt sind“ (2).

Und die Ruhrnachrichten schreiben am 31. August 2017:

„Wie in der Vergangenheit werden wir weiterhin heikle Einheiten und bestimmte befristete Einsätze schützen. Der Kongress werde darüber weiterhin in geschlossenen Sitzungen informiert werden“ (14).

German foreign policy berichtet am 14. September 2021 zur Zukunft des Landes:

„Während korrupte Regierungsfunktionäre unter den Augen des Westens Milliardensummen nach Dubai schleusten, verarmte die Bevölkerung zusehends; bereits vor dem Abzug des Westens war gut die Hälfte der Afghanen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Dass die Hilfsgelder nach der Machtübernahme der Taliban nicht mehr fließen und die USA Sanktionen in Kraft gesetzt haben, versetzt der afghanischen Wirtschaft den Todesstoß“ (25).

Was wollen wir glauben?

Wollen wir den Narrativen der US-Regierung und unseren Mainstream-Medien glauben? Dann glauben wir auch, dass es den USA um die Frauenrechte und um Demokratie in einem feudalen Land ging. Und keinesfalls um die Weltherrschaftspläne jenes US-Imperialismus, der nach den Worten von Zbigniew Brzezinski, dem Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter, als „die einzige Weltmacht“ nach dem Fall der Sowjetunion verblieben war, die sich eine „Strategie der Vorherrschaft“ auf das Banner schrieb (26).

Wenn wir vom Weltherrschaftsstreben der USA ausgehen, dann fügen sich die Dinge gut zueinander.

Über den Autor: Peter Klemm

Er war Lehrer für Chemie und Physik und ist seit ein paar Jahren Gewerkschafter bei ver.di. Seit dem Afghanistankrieg befasst er sich mit Kriegsfragen und vor allem dem Einfluss der Ölindustrie auf Kriege. Da die Energie über alles in Gesellschaft und Leben entscheidet, widmet er sich auch Fragen der Energie und wünscht sich ein Zusammengehen der Energie- und Umweltbewegung mit der Friedensbewegung. Er arbeitet bei der Hamburger AG Frieden von attac mit und hat auf den attac-Sommerakademien Vorträge zur Rolle von Öl und Gas bei Kriegen gehalten.

 

Peter Klemm/Initiative zur Demokratisierung der Meinungsbildung gGmbH, Foto: Systembild: Der ewige Krieg © IStock

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