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FDP will im Bundestag nicht mehr neben der AfD sitzen

Veröffentlicht von Presse

Streit um Sitzordnung – Wer sitzt neben wem im neuen Bundestag?

Die Sitzordnung im Deutschen Bundestag ist klar festgelegt. Ganz auf der linken Seite vom Rednerpult aus gesehen sitzt die Fraktion der Linken, dann kommen die SPD, die Grünen, die CDU/CSU, die FDP sowie ganz rechts die Abgeordneten der AfD. Allerdings ist diese Reihenfolge nicht in Stein gemeißelt, zum Beginn einer neuen Legislaturperiode kann sie auch angepasst werden. Das versucht nun die FDP, wie die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” zuerst berichtete.

Berlin. Bei den Sondierungsgesprächen geht es heute auch um so wichtige Dinge wie die mögliche Sitzordnung im Bundestag. Die FDP hat nämlich angemerkt, die bei einer möglichen Ampel-Koalition ändern zu wollen und mit ihren Plätzen neben die Grünen in die Mitte des Parlaments ziehen. “Wir haben eine neue Sitzordnung im Bundestag beantragt, und wir hoffen, dass das durchgeht”, sagte stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Stephan Thomae der “Augsburger Allgemeinen”. Denn es sei “kein Spaß, neben der AfD zu sitzen”.

Weibliche Mitglieder der FDP-Fraktion hätten sich oft vulgäre, sexuell anzügliche Kommentare aus den Reihen der AfD anhören müssen, berichtete Thomae. “Da wird man zudem in Gespräche verwickelt, die man gar nicht führen will”, fügte er hinzu. Auch ginge es um Symbolik. Die FDP sei die Partei der bürgerlichen Mitte, während sich CDU und CSU rechts der Mitte definieren würden. Die Unionsfraktion lehnt eine Änderung der Sitzordnung bislang ab.

 

DPA/Presse.Online, Foto: Deutscher Bundestag in Berlin © IStock

Ein Kommentar

  1. Hallo, mit der FDP-Absicht wird ja nicht nur die AfD als Partei AUSGEGRENZT, sondern deren gesamte Wählerschaft gleich mit. Ich dachte, wir leben in einer Demokratie, wo es eine AUSGRENZUNG nicht mehr gibt. Das war/ist meines Erachtens aber wohldoch nicht so.
    Heinz

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