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Bulgarien und Kroatien jetzt Hochrisikogebiete

Veröffentlicht von Presse

Reisewarnungen – RKI aktualisiert Liste der Coronavirus-Risikogebiete

Berlin. Das Robert-Koch-Institut (RKI) ändert die Liste der Hochrisikogebiete. Bulgarien, Kamerun, Kroatien, die Republik Kongo und Singapur sind ab Sonntag neu in dieser Kategorie. Honduras, Irak, Kenia und der Kosovo wurden hingegen wegen gesunkenen Risikos herabgestuft.

Die Liste der Virusvariantengebiete bleibt wie bisher ohne Eintragungen. Personen, die sich in den letzten 10 Tagen vor ihrer Einreise in die Bundesrepublik Deutschland in einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben, müssen bestimmte Regeln beachten. Dazu gehören eine Anmelde- und Quarantänepflicht, wobei Letztere nicht für nachgewiesen Geimpfte und Genesene gilt.

Bei Einreise aus Hochrisikogebieten muss man sich ansonsten regulär 10 Tage isolieren, kann sich aber nach fünf Tagen „freitesten“, bei Einreise aus Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne ohne diese Möglichkeit generell für alle Nicht-Geimpften und Nicht-Genesenen 14 Tage.

Test- und Nachweisregeln

Für Reiserückkehrer gilt eine generelle Test- bzw. Nachweispflicht – egal welches Verkehrsmittel sie für die Einreise nach Deutschland nutzen und aus welchem Land sie kommen, unabhängig vom Infektionsgeschehen. Der Nachweis eines verringerten Übertragungsrisikos kann durch eine vollständige Impfung, eine Bescheinigung als genesen oder durch ein negatives Testergebnis erbracht werden.

Sowohl für Hochrisiko- als auch für Virusvariantengebiete gelten verschärfte Einreiseregeln. Welche Pflichten mit der Einreise aus diesen Ländern genau verbunden sind, kann man unter anderem auf der Webseite der Bundesregierung zur Digitalen Einreiseanmeldung einsehen. Nach der Eingabe des Reiseorts werden die jeweils geltenden Vorschriften angezeigt.

Das Robert Koch-Institut stuft die europäischen Länder und Regionen wie folgt ein:

Benelux-Region

Niederlande: Seit dem 8.8. gilt das Land nicht mehr als Hochrisikogebiet – mit Ausnahme der Überseegebiete Aruba, Curaçao, Bonaire, Sint Eustatius, Sint Maarten und Saba.

Für Belgien und Luxemburg gibt es derzeit keine besonderen Hinweise.

Frankreich, Monaco und Andorra

Seit dem 10.10. gelten die französischen Überseegebiete Französisch-Polynesien, Guadeloupe, Martinique, St. Barthélemy und St. Martin nicht mehr als Hochrisikogebiete. Französisch-Guayana und Neukaledonien bleiben vorerst in der Kategorie.

In Frankreich selbst wird kein Hochrisikogebiet mehr ausgewiesen. Auch Andorra und Monaco gehören nicht mehr dazu.

Großbritannien und Irland

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, einschließlich der Isle of Man, aller Kanalinseln sowie der britischen Überseegebiete gelten als Hochrisikogebiet. In Irland ist die Region Border als Hochrisikogebiet eingestuft.

Spanien, Portugal, Zypern und Malta

Spanien, Portugal, Zypern und Malta gelten nicht mehr als Hochrisikogebiete. Alle Quarantänevorschriften für Menschen, die aus diesen Ländern in die Bundesrepublik einreisen, entfallen.

Schweiz, Österreich und Italien

Auch diese Länder wurden aus der Gruppe der Hochrisikogebiete herausgenommen.

Ungarn, Tschechien, Slowakei

Ungarn, Tschechien und die Slowakei gelten nicht als Hochrisikogebiete.

Slowenien, Kroatien, Montenegro, Serbien

Montenegro, das Kosovo und Nordmazedonien sind seit August Hochrisikogebiete. Bosnien und Herzegowina, Serbien und Slowenien hat das RKI im September auf die Liste gesetzt. Auch Albanien gilt seitdem als Hochrisikogebiet. Kroatien fällt ab Sonntag, den 24. Oktober, auch in diese Kategorie.

Türkei und Griechenland

Die Türkei gilt in Deutschland als Hochrisikogebiet, Griechenland nicht.

Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark

Diese Länder gelten nicht als Hochrisikogebiete.

Rumänien und Bulgarien

Rumänien ist seit dem 3.10. Hochrisikogebiet. Die Republik Moldau schon seit September. Für Bulgarien gilt die Warnung ab Sonntag, 24. Oktober.

Polen und Baltikum

Die baltischen Länder gelten jetzt alle als Hochrisikogebiete. Litauen schon seit Anfang Oktober, am 10.10. kamen Estland und Lettland dazu.

Hochrisikogebiete

Die Liste der Hochrisikogebiete wird vom Robert Koch-Institut nach Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium, dem Auswärtigen Amt und dem Bundesinnenministerium veröffentlicht. Für die Einstufung als Hochrisikogebiet gibt es laut RKI mehrere Kriterien. So könne dort die Fallzahl besonders hoch sein. Indiz könne zum Beispiel eine Sieben-Tage-Inzidenz von regelmäßig deutlich über 100 sein. Es könne sich aber auch um Gebiete handeln, in denen es Anhaltspunkte für ein gefährliches Infektionsgeschehen gebe.

Als Beispiele nennt das RKI eine besonders schnelle Ausbreitung des Virus, eine hohe Hospitalisierungsrate oder nicht ausreichend vorhandene oder verlässliche epidemiologische Daten. Möglich sei auch, dass es sich um ein Gebiet handelt, in dem es eine gefährliche Corona-Variante gebe – gegen die aber Impfungen oder eine überstandene Covid-19-Erkrankung ausreichend schützten.

Hochrisikogebiete weltweit

Weitere Länder und -Regionen, die derzeit als Hochrisikogebiete eingestuft werden, sind:

Ägypten, Antigua und Barbuda, Armenien, Äthiopien, Barbados, Belarus, Belize, Brunei Darussala, Burundi, Costa Rica, Dominica, El Salvador, Georgien, Grenada, Guyana, Guatemala, Haiti, Honduras, Irak, Iran, Israel, Jamaika, Jemen, Kenia, Korea (Demokratische Volksrepublik/Nordkorea), Kuba, Libyen, Malaysia, Mexiko, Mongolei, Myanmar, Nicaragua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Russland, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Seychellen, Sudan, Suriname, Syrische Arabische Republik, Tadschikistan, Tansania, Thailand, Trinidad und Tobago, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan, Venezuela, die Vereinigten Staaten von Amerika, sowie Vietnam.

Am 17. Oktober sind Gabun und São Tomé und Príncipe neu dazu gekommen.

Virusvarianten-Gebiete

Neben Regionen mit besonders hohen Fallzahlen und anderen Faktoren, die eine Infektionsgefahr vor Ort erhöhen, kann das RKI auch Regionen, in denen sich bestimmte Virusvarianten ausgebreitet haben, als Risikogebiet einstufen. Dabei geht es um Varianten, die sich in Deutschland noch nicht ausgebreitet haben und die auch für Geimpfte oder Genesene als gefährlich gelten. Für Einreisen aus diesen Gebieten gelten deshalb ebenfalls besondere Vorgaben.

Derzeit sind keine Staaten mehr als Virusvarianten-Gebiete eingestuft.

(Stand: 22.10.2021)

 

 

dts/Presse.Online, Foto: Symbolbild  für Reiserückkehrer © Astrid Schmid