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Medien zur Zielscheibe geworden

Veröffentlicht von Presse

Deutschland agiert gegen RT – Die Retourkutsche kam prompt

Die Deutsche Welle wird bei dem Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz beim russischen Präsidenten Wladimir Putin am 15. Februar nicht unter den mitreisenden Journalisten vertreten sein.

Moskau. Nun sind die Medien zur Zielscheibe geworden: Im eskalierenden Konflikt zwischen Russland und dem Westen hat das russische Außenministerium der Deutschen Welle am Donnerstag die Lizenz zur Ausstrahlung von Fernsehsendungen auf englisch, russisch und deutsch entzogen. Außerdem wird das Korrespondentenbüro des deutschen Auslandsrundfunks in Moskau geschlossen. Dieser harte Schritt folgt auf die Entscheidung deutscher Regulierungsbehörden einen Tag zuvor, dem russischen Sender RT DE die Ausstrahlung jeglichen Programms in Deutschland zu verbieten.

Deutsche Welle darf Scholz-Reise nach Moskau nicht begleiten

Die Deutsche Welle (DW) wird bei dem Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beim russischen Präsidenten Wladimir Putin am 15. Februar nicht unter den mitreisenden Journalisten vertreten sein. Nach Informationen des “Tagesspiegel am Sonntag” erteilte das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung unter der Leitung von Regierungssprecher Steffen Hebestreit der Deutschen Welle eine Absage für die Teilnahme.

Bei dem Treffen zwischen Scholz und Putin am 15. Februar in Moskau wird es in erster Linie um eine diplomatische Lösung der Ukraine-Krise gehen. Das russische Außenministerium hatte am Donnerstag die Schließung des DW-Büros in Moskau verfügt und allen Korrespondenten die Akkreditierung entzogen. Die Schließung des DW-Büros hatte in Deutschland parteiübergreifend Kritik ausgelöst.

In Russland müssen sich ausländische Korrespondenten akkreditieren – ein oft intransparenter Genehmigungsprozess.

Die Schließung des DW-Büros in Moskau und das Ende der DW-Ausstrahlung in Russland wurde umgekehrt vom russischen Außenministerium verkündet. Als eindeutig politische Aktion. Russland reagiere damit auf die “unfreundlichen Handlungen der Bundesrepublik Deutschland” gegenüber RT DE, hieß die Begründung.

 

PSM/ Der Tagesspiegel, Foto: Systemfoto: Medien zur Zielscheibe geworden © IStock

Ein Kommentar

  1. Das war doch so zu erwarten. Wir glauben ja immer, wir wären die GRÖSSTEN und dazu auch noch die WELTEN-RETTER.
    Man muss sich nur auf dem Globus einmal die GRÖSSE unseres Landes ansehen und das mit Russland vergleichen. Groß wie ein Stecknadelkopf gegenüber Russland. Wie würde es denn bei uns wohl aussehen, wenn Herr Putin nur einmal für EINE WOCHE lang den Gashahn zudrehen würde??? Wir würden doch sofort zusammenbrechen.
    Heinz-Michael

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