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Auf YouTube-Plattform wurde das Konto des Denis Puschilin gesperrt

Veröffentlicht von A.H.

YouTube und Facebook sperren weitere Accounts von Amtsträgern aus Donbass-Volksrepubliken

Moskau. Auf der YouTube-Plattform wurde das Konto des Chefs der Donezker Volksrepublik (DVR) Denis Puschilin gesperrt. Bei Öffnung der Seite wird die Aufschrift “Dieses Konto wurde wegen Verletzung der Gemeinschaftsregeln gesperrt” angezeigt. Welche Regeln der Account verletzt hat, ist derzeit nicht bekannt. Puschilins Kanal hat mehr als 3.000 Abonnenten.

Zuvor hatte Facebook die Seite der Verwaltung von Stadt Gorlowka in der Donezker Volksrepublik gesperrt. Der Grund dafür war die Veröffentlichung von Aufnahmen von der Evakuierung der Einwohner der Stadt nach Russland.

Anfang Februar hat YouTube Medienressourcen der damals von Russland noch nicht anerkannten Republiken Donezk und Lugansk von ihrer Plattform entfernt. Der Schritt erfolgte ohne Vorwarnung und Angaben von Gründen.

Nach Protesten gegen Kiew-Regierung: Puschilin wurde Teil der Donezker Separatisten

In der Hauptstadt scheiterte 2013 sein erster Versuch, in die Politik einzusteigen: Bei Parlamentswahlen im Gebiet Kiew gaben ihm nur 77 Wähler ihre Stimme. Puschilin zog sich aber nicht zurück. Im Frühjahr 2014 beteiligte sich der verheiratete Vater von zwei Töchtern nach dem Sturz des moskaufreundlichen Präsidenten Viktor Janukowitsch an Protesten gegen die neue Regierung in Kiew. Nach dem Ausrufen der „Donezker Volksrepublik“ im April 2014 stand Puschilin unter anderem dem Parlament der Separatisten vor.

Nach der Ermordung des Chefs der selbst ernannten Republik Donezk, Alexander Sachartschenko, Ende August 2018 übernahm Puschilin dessen Posten. Seit Dezember 2021 ist der russische Staatsbürger auch Mitglied der Kremlpartei Geeintes Russland. Seit April 2014 steht er zudem auf mehreren westlichen Sanktionslisten. So ist ihm unter anderem eine Einreise in die EU verboten.
dpa, Foto: Denis Puschlin – er einer von den beiden “Republikchefs” der Donezk-Separatisten © Screenshot Pressekonferenz