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Alltags-Lebensmittel werden knapp und teuer

Veröffentlicht von A.H.

Nach Speiseölen wird das nächste Produkt zur Mangelware

Fachleute sprachen bereits von einer drohenden Lebensmittel-Krise, als Folge des Kriegs.

Berlin. Sonnenblumenöl und Rapsöl sind bereits knapp, einige Aldi-Filialen* müssen den Verkauf bereits reglementieren. Nun macht sich in einigen Supermärkten das nächste Problem bemerkbar – und wieder ist es ein Grundnahrungsmittel, dass immer seltener in den Regalen zu finden ist.

Mehl und Hefe scheinen in einigen Filialen von Aldi, Lidl, Tegut und Co. wieder Mangelware zu sein. Ein Nutzer auf Twitter teilte Fotos und schrieb: „Schon wieder #Hamsterkaeufe. Ich war heute bei aldi lidl tegut netto und kein Öl keine Hefe kein Mehl .. alles ausverkauft (sic)“. Auch viele andere Nutzerinnern und Nutzer berichten von leeren Regalen. Der Hashtag „#hamsterkaeufe“ wird immer häufiger verwendet. Viele macht die scheinbar erneute Welle an Lebensmittel-Hortungen sauer. „Scheiße. Wir sind in einer Zeitschleife gefangen. Willkommen im Jahr 2020! #Hamsterkaeufe“, twittert ein User.

Aldi, Lidl, Netto und Co – Das nächste Lebensmittel wird knapp

Die Verknappung von Mehl und anderen Getreideprodukten hat mehrere Gründe. Die letzten Jahre sind bereits von einem deutlichen Preisanstieg beim Weizen gezeichnet. Laut Statistischem Bundesamt waren die Erzeugerpreise im Dezember 2021 bereits 40,6 Prozent teurer, als im Jahr zuvor. Laut Bundesamt spielten hierbei vor allem hohe Nachfragen und geringe Erntemengen entscheidende Rollen. Derartige Anstiege werden in der Folge an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben.

Ukraine-Krieg wirkt sich auf Lebensmittel bei Aldi, Lidl und Co. aus

Im Jahr 2021 galt Russland laut EU-Angaben als größter Weizenexporteur weltweit. Auf dem fünften Platz liegt die Ukraine. Sie gilt als eine der Kornkammern Europas. Der Krieg soll Medienberichten zufolge die ukrainischen Exporte bereits nahezu zum Erliegen gebracht haben. Doch was ist die Folge für Weizenmehl und andere Getreideprodukte in den Supermärkten und Discountern in Deutschland?

„Wir gehen davon aus, dass dieser Krieg die Preise noch weiter steigen lässt“, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, der Augsburger Allgemeinen. Auch die Landwirte leiden nach seiner Aussage unter hohen Kosten: „Bei Düngemitteln kommt es bereits zu ersten Versorgungsengpässen oder Ausfällen, die Preise sind weiter sehr hoch und werden bei höheren Gaspreisen wohl noch weiter steigen“, erklärte Rukwied. Das könnte sich wiederum auf Preise und Verfügbarkeit von Mehl und Getreideprodukten auswirken.

 

Augsburger Allgemeine, Foto: Alltags-Lebensmittel werden knapp und teuer/ Hamsterkaeufe © IStock