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Grünen-Fraktionschefin fordert Aufarbeitung der deutschen Russlandpolitik

Veröffentlicht von Presse

Haßelmann: Enge Beziehungen zu Putin prüfen

Bielefeld. Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann hat eine sorgfältige Aufarbeitung der Verwicklungen deutscher Politikerinnen und Politiker zum russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin gefordert. In einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Donnerstagausgabe) sagte Haßelmann, es sei “richtig, wenn wir uns im Bundestag kritisch mit der früheren Russlandpolitik und den engen Beziehungen einiger zu Putin auseinandersetzen”. Daraus sollten nach dem Krieg in der Ukraine “die richtigen Konsequenzen” gezogen werden.

Haßelmann erinnerte an die Haltung der Grünen zur Erdgaspipeline Nord Stream 2 aus Russland. “Wir haben von Beginn an gesagt, dass Nord Stream 2 energiepolitisch aber auch geostrategisch eine falsche Entscheidung ist”, sagte sie. “SPD und CDU/CSU hatten dazu hartnäckig eine andere Position vertreten.”

Die Grünen-Politikerin rechnete mit der deutschen Energiepolitik der vergangen zwanzig Jahre ab. “Es sind schwierige Zeiten, hinter uns liegt eine verfehlte Energiepolitik – von Schröder bis Merkel”, sagte Haßelmann. “Wir haben uns in dieser Frage von Wladimir Putin abhängig gemacht. Die folgenschweren Auswirkungen spüren wir jetzt.”

 

Neue Westfälische, Foto: Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann © Studio Kohlmeier