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Tierarztkosten steigen ab Oktober

Veröffentlicht von PSM.Media

Tierhalter müssen mit deutlich höheren Tierarztkosten rechnen

Der Bundesrat hat kürzlich die Anpassung der tierärztlichen Gebührenordnung (GOT) abgesegnet. Damit müssen Tierliebhaber künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. So verteuert sich die Katzen-Untersuchung beim Tierarzt um unglaubliche 163 Prozent. Der neue Preis gilt ab 1. Oktober.

Berlin. Erstmals seit 1999 wird die Gebührenordnung für Tierärzte aktualisiert. In ihr ist festgelegt, für welche Leistung Tierärzte wie viel berechnen dürfen – und an diesen Kosten hat sich seit 20 Jahren nichts geändert.

Warum steigen die Tierarztkosten?

Die neue Gebührenordnung und die damit verbundene bessere Bezahlung sollen einerseits den Tierarztberuf wieder attraktiver machen und gleichzeitig verhindern, dass Tierarztpraxen schließen müssen. So gibt es in manchen Regionen Deutschlands regelrechte Versorgungslücken, was die Betreuung von Nutz- und Haustieren betrifft. Des Weiteren möchte man modernen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden Rechnung tragen und gestiegenen Praxiskosten etc. entgegenwirken. Studien hatten zuvor ergeben, dass die aktuellen Gebühren hierfür nicht mehr ausreichen.

Wie hoch steigen die Tierarztkosten?

Durch die vom Bundesrat verabschiedete Neuregelung müssen Tierbesitzer:innen ab Herbst deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Eine allgemeine Untersuchung in der einfachsten Variante verteuert sich für Katzen von 8,98 auf 23,62 Euro, wie die „ MDR “ berichtet. Das Plus liegt bei 163 Prozent. Bei Hunden steigt der aktuelle Preis von 13,47 auf 23,62 Euro, Hundehalter müssen also künftig gut 75 Prozent mehr berappen. Das ergänzte die „Bild“-Zeitung.

Höhere Tierarztkosten: Neben Hunde- und Katzenhaltern müssen auch Landwirte mehr zahlen

Brauchen Hund und Katze eine Impfung, verdoppeln sich die Kosten dafür fast: von 5,77 Euro auf 11,50 Euro. Röntgenaufnahmen sollen ab Oktober statt 26,35 Euro 32,07 Euro kosten. Um wie viel die Preise für individuelle Behandlungen steigen, lässt sich nicht pauschal sagen. Außerdem ist zu bedenken, dass die Kosten für Beratung, Narkose und Schmerzmittel noch hinzukommen.

Tierschützer fürchten wegen der steigenden Tierarztkosten Einbußen beim Tierwohl. Hoffen wir mal, dass der Deutsche Tierschutzbund nicht recht behält.

 

MDR/PSM.Media, Foto: Systembild: Tierarztkosten steigen ab Oktober © IStock