Blackout-Risiken – Städtetag fordert mehr Aufklärung

Blackout-Risiken – Städtetag fordert mehr Aufklärung

Veröffentlicht von PSM.Media

Deutsche Städtetag hat einen Blackout als ein: realistisches Szenario eingeschätzt

„Eine nationale Katastrophe wäre ein langandauernder Stromausfall aber auch deshalb, weil weder die Bevölkerung noch die Unternehmen, noch der Staat hierauf vorbereitet sind

Berlin. Die Voraussetzungen für ein Blackout in Europa sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Dafür gibt es vielschichtige Gründe und ausreichend Signale. Für eine wirkliche Risikobeurteilung ist daher vor allem Achtsamkeit gefordert.

Der Deutsche Städtetag fordert, die Bevölkerung stärker über mögliche Folgen von Energieknappheit oder Sabotage zu informieren. “Ein Blackout ist ein realistisches Szenario”, und “wir müssen uns darauf einstellen, dass verschiedene Krisensituationen aufeinandertreffen”, warnte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, in der Süddeutschen Zeitung.

Das Land müsse sich darauf einstellen, dass verschiedene Krisensituationen aufeinanderträfen. Vor allem bei einem längeren Blackout würden Ressourcen knapp, und die Informationslage sei unklar. “Eine funktionierende Notversorgung mit Wasser und Wärme ist nur über maximal 72 Stunden möglich.”

Der kommunale Katastrophenschutz könne mehrtägige Blackouts nicht allein bewältigen. Staatliche Stellen müssten dann über alle Ebenen hinweg zusammenarbeiten. Das Problem: “Die Menschen in Deutschland sind bisher unerfahren mit Krisen und Katastrophen”, sagt Dedy. “Deshalb ist eine kontinuierliche, transparente und niedrigschwellige Aufklärung über mögliche Risiken wichtig. Kampagnen zur Selbstschutz- und Selbsthilfefähigkeit müssen deutlich stärker und breiter ausgerollt werden.”

 

Deutschen Städtetag/Helmut Dedy/Süddeutschen Zeitung/PSM, Foto: Systembild Blackout-Risiken (C) Geralt