Lauterbach kann die Impfschäden nicht mehr leugnen

Lauterbach kann die Impfschäden nicht mehr leugnen

Veröffentlicht von PSM.Media

Überraschende Wende: Karl Lauterbach spricht plötzlich von Impfschäden

Berlin. Die Coronapolitik des deutschen Gesundheitsministers Karl Lauterbach (60) war von der Skizzierung von Schreckensszenarien und strikten Massnahmen geprägt. Dass Bundesgesundheitsminister Lauterbach (SPD) es mit der Wahrheit oft nicht so genau nimmt, pfeifen inzwischen die Spatzen von den Dächern. Erst kürzlich war aufgeflogen, dass der Gesundheitsökonom vor Jahren seinen Lebenslauf frisiert hatte. In der Corona-Krise “etablierte” er sich als oberster Panikmacher. Er interpretierte diverse Studien nach Gutdünken, befürwortete die massive Diskriminierung Ungeimpfter und kolportierte stets die Mär der “nebenwirkungsfreien Impfung”.

So warb Lauterbach als einer der eindringlichsten Corona-Warnern für die Impfung und brachte gar eine Impfpflicht ins Spiel. Umso überraschender kommt nun die plötzliche Wende: In einem Interview mit dem ZDF-«heute journal» sprach Lauterbach von Impfschäden.

«Diese Schicksale sind absolut bestürzend und jedes einzelne Schicksal ist eins zu viel. Die Menschen tun mir sehr leid», so der Gesundheitsminister im ZDF.

Und: Es seien schwerste Einschränkungen und davon werde auch einiges permanent bleiben. Deshalb will Lauterbach den Menschen mit Long Covid und Impfschäden jetzt besser unterstützen. Sein Ministerium plane so schnell wie möglich ein Programm zur Untersuchung der Folgen und zur Verbesserung der Versorgung. «Ich bin quasi in den Haushaltsverhandlungen für dieses Geld.»

Ein solches Programm würde «die Experten in diesem Bereich so vernetzen, dass die Wahrscheinlichkeit einer wirklich guten Therapie in Deutschland wachsen würde», sagte Lauterbach weiter.

Bei Impfschäden hafte der Staat, sagte Lauterbach. Es wäre aber «wertvoll, wenn die Firmen hier eine Beteiligung zeigen würden, denn die Gewinne sind ja exorbitant gewesen».

Lauterbach bezeichnete Impfungen einst als nebenwirkungsfrei

Der Gesundheitsminister erklärte nicht nur wahrheitswidrig, bei seiner früheren Behauptung von einer “nebenwirkungsfreien Impfung” handele es sich lediglich um “eine Übertreibung, die ich da einmal in einem missglückten Tweet gemacht habe”. Denn tatsächlich hatte er dies häufiger behauptet, etwa in Talkshows, bei denen er zeitweise Dauergast war. Er spielte die Folgen der Corona-Injektionen zudem erneut herunter – und dies mit offenbar erfundenen Zahlen. Wörtlich erklärte Lauterbach:

“Schwere Impfschäden sind auf der Grundlage des Paul-Ehrlich-Instituts oder der europäischen Zulassungsbehörde in der Größenordnung von weniger als eins zu 10.000 Impfungen.”

Wo genau er bei den genannten Behörden diese Daten gefunden haben will, erläuterte er nicht. Und tatsächlich existieren sie nicht. Eine wissenschaftliche Grundlage für die Angabe, dass angeblich weniger als ein schwerer Schaden pro 10.000 Impfungen aufgetreten sei, gibt es schon gar nicht. Denn weder das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Deutschland noch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) haben dazu evidenzbasiert geforscht. Lauterbachs Angabe geht auch nicht aus den PEI-Daten hervor.

Das in Deutschland für die Impfstoffsicherheit zuständige PEI sammelt lediglich Verdachtsfälle. Diese werden teils von Ärzten, teils von Betroffenen oder Angehörigen gemeldet. Aus vielen Erzählungen Geschädigter geht hervor, dass Mediziner häufig mögliche Zusammenhänge leugnen und eine Meldung verweigern.

Das PEI selbst untersucht die Verdachtsfälle nicht klinisch. Vielmehr interpretiert es sie nur statistisch. Auf zahlreiche Anfragen der Autorin, wie vielen Fällen wie nachgegangen wurde, erklärte das PEI sinngemäß: Man könne das nicht sagen, zuständig dafür seien ausschließlich die Behörden vor Ort. Manchmal frage das PEI nach, führe aber keine Statistik. Kurzum: Das PEI wisse dies nicht.

So dürfte es sich bei den Meldefällen nur um die Spitze eines Eisbergs handeln. Das wahre Ausmaß ist nicht ansatzweise bekannt. Auch werden die Fälle nicht systematisch untersucht, sodass niemand sagen kann, ob ein kausaler Zusammenhang zur Impfung besteht, und wenn ja, welcher. Mit anderen Worten: Wegen fehlender Studien weiß kein Mensch auch nur annähernd, wie viele Geimpfte durch die Corona-Präparate geschädigt wurden. Lauterbachs Angabe von “eins zu 10.000” ist eine bloße Behauptung.

Lauterbach ist ein deutscher Epidemiologe und Gesundheitspolitiker, der sich für die Förderung von Impfungen als wichtige Maßnahme zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten einsetzt hat. Er betonte, dass Impfschäden schneller anerkannt werden müssten, wies aber auch darauf hin, dass schwere Impfschäden bei weniger als einer von 10’000 Impfungen vorkämen.

 

AFP/ZDF/DPA/PSM, Foto: Systembild Impfschäden (C) IStock