Deutschland im Sinkflug

Deutschland im Sinkflug

Veröffentlicht von PSM.Media

Die deutschen Exportzahlen befinden sich derzeit auf einem historischen Tiefstand

Berlin. Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt sich ein weiterer Rückgang im deutschen Exporthandel. Dies wird hauptsächlich auf steigende Zinsen und eine strenge Geldpolitik sowohl in den USA als auch in Europa zurückgeführt.

In der deutschen Exportindustrie herrscht momentan eine so schlechte Stimmung wie seit drei Jahren nicht mehr. Laut der neuesten Umfrage des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) ist das Barometer für Exporterwartungen auf minus 6,0 Punkte gesunken. Diese alarmierenden Ergebnisse wurden vom Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) veröffentlicht. Die Welt berichtete kürzlich, dass dies der niedrigste Wert seit Mai 2020 sei, als die weltweite Konjunktur durch die Coronapandemie zum Erliegen gebracht wurde.

Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, hat festgestellt, dass die deutsche Exportentwicklung aufgrund einer eher schwachen Nachfrage aus dem Ausland verläuft. Dieses Phänomen sei hauptsächlich auf die restriktive Geldpolitik in den USA und Europa zurückzuführen. Um der Inflation entgegenzuwirken, seien die Zinsen in beiden Regionen erhöht worden, was zu einem Anstieg der Finanzierungskosten geführt hat. Laut Wohlrabe wird sich angesichts der momentan schwachen Nachfrage die Situation in absehbarer Zeit nicht verbessern.

In den kommenden drei Monaten rechnen die meisten Branchen mehrheitlich mit einem weiteren Rückgang der Exporte. Allerdings gibt es in Deutschland zwei Ausnahmen: Die Bekleidungshersteller und die Getränkeindustrie verzeichnen ein zunehmendes Auslandsgeschäft. Für den Maschinenbau, die Elektroindustrie und die Automobilhersteller dagegen werden sich die Aussichten weiter verschlechtern.

Laut einem Bericht der Zeitung “Die Welt” gibt der Internationale Währungsfonds (IWF) der exportabhängigen deutschen Wirtschaft etwas Grund zur Hoffnung. Den IWF-Prognosen zufolge wird die Weltwirtschaft in diesem Jahr voraussichtlich um mehr als die ursprünglich erwarteten 3,0 Prozent wachsen. Allerdings betont der Chefökonom des IWF, Pierre-Olivier Gourinchas, dass es aufgrund zahlreicher anderer Probleme noch zu früh sei, um in Feierlaune zu verfallen.

 

PSM.Media- Nachrichtenagentur, Foto: Deutschland im Sinkflug © Geralt