Generative AI: Zieht auch der deutsche Handel mit?

Generative AI: Zieht auch der deutsche Handel mit?

Veröffentlicht von PSM.Media

Die Vielseitigkeit generativer KI im Handel: Kundeninteraktion, Lieferkettenoptimierung und personalisierte Marketingstrategien im Fokus

Berlin. Der Einsatz von generativer KI kann in verschiedenen Bereichen des Handels beobachtet werden, von der Kundeninteraktion über die Optimierung von Lieferketten bis hin zu personalisierten Marketingstrategien.

  1. Kundeninteraktion und Kundenservice: Viele Unternehmen im deutschen Handel setzen Chatbots und virtuelle Assistenten ein, die auf generativer KI basieren, um den Kundenservice zu verbessern. Diese Systeme können Anfragen von Kunden automatisch beantworten, Bestellstatus überprüfen und sogar personalisierte Produktvorschläge machen.
  2. Personalisierte Marketingstrategien: Generative KI wird auch für die Analyse von Kundendaten eingesetzt, um personalisierte Marketingkampagnen zu entwickeln. Dies kann dazu beitragen, maßgeschneiderte Angebote für Kunden zu erstellen und die Effektivität von Marketingbemühungen zu steigern.
  3. Optimierung von Lieferketten: Einige Unternehmen nutzen generative KI, um ihre Lieferketten zu optimieren. Dies kann die Vorhersage von Nachfrageänderungen, die Optimierung von Lagerbeständen und die Effizienzsteigerung in der Logistik umfassen.
  4. Produktentwicklung: In der Produktentwicklung kann generative KI dazu verwendet werden, Designvorschläge zu generieren oder bei der Optimierung von Produktmerkmalen zu unterstützen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Akzeptanz und Implementierung von generativer KI im deutschen Handel je nach Branche und Unternehmen variieren kann. Datenschutz- und Ethikfragen sind ebenfalls wichtige Aspekte, die bei der Einführung von KI-Technologien berücksichtigt werden müssen. Daher ist die Entwicklung in diesem Bereich dynamisch und wird durch technologische Fortschritte, rechtliche Rahmenbedingungen und die Akzeptanz in der Gesellschaft beeinflusst.

Generative AI: Zieht auch der deutsche Handel mit?

Den Einsatzmöglichkeiten generativer künstlicher Intelligenz (GenAI) sind auch im Einzelhandel kaum Grenzen gesetzt. Wie Interviews mit 22 deutschen Handelsvertreterinnen und -vertretern im September und Oktober zeigen, hat sich ein Großteil von ihnen bereits mit GenAI auseinandergesetzt: Mehr als drei Viertel der Befragten geben an, zumindest ein grundlegendes Verständnis dieser Technologie zu haben. Über die Hälfte haben in ihrer Arbeit schon Erfahrung mit GenAI gesammelt. Nur rund ein Viertel verfolgt keinerlei Pläne zur Anwendung in ihren Unternehmen.

“Zahlreiche Akteure im Handel stellen schon heute erfolgreich unter Beweis, wie effizient der Einsatz von GenAI sein kann”, betont Egbert Wege, Lead Partner Consumer Industry bei Deloitte. “Beispielsweise lässt sich die eigene Sichtbarkeit im Web steigern, indem GenAI Fotos, Texte oder auch Metadaten generiert, mit denen das Unternehmen über Suchmaschinen besser zu finden ist. Das ist nur ein Beispiel dafür, dass die Technologie disruptiv wirkt und die Spielregeln auch im Einzelhandel nachhaltig verändern wird.”

Hohe Erwartungen – ebenso große Wissenslücken

Über zwei Drittel der Befragten sind davon überzeugt, dass GenAI in Zukunft wichtig oder sehr wichtig für ihr Unternehmen wird. Entsprechend optimistisch sind sie auch, wenn es um die positiven Effekte der Nutzung geht: 73 Prozent gehen davon aus, dass sich durch ihren Einsatz die Prozesseffizienz in ihren Unternehmen verbessert. Darüber hinaus erhoffen sich viele, mithilfe der Technologie auch Kosteneinsparungen und eine höhere Produktivität zu erzielen. Besonders groß schätzen die Interview-Teilnehmenden den Mehrwert von GenAI in kundennahen Unternehmensbereichen ein: im Marketing, im Kundenservice und in der Logistik.

Allerdings werden die hohen Erwartungen aktuell durch einige Hürden gebremst, die dem verstärkten Einsatz von GenAI noch im Weg stehen: 67 Prozent der Befragten berichten, dass es ihnen an Wissen zu sinnvollen Use Cases fehlt. Ein Drittel sieht den Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden als Hindernis an.

Die meisten Unternehmen haben den Handlungsbedarf jedoch bereits erkannt: 64 Prozent planen moderate bis hohe Investitionen, um das Potenzial von generativer KI auszuschöpfen. Dabei steht neben der Schulung von Mitarbeitenden auch die Aufrüstung der technischen Infrastruktur im Mittelpunkt.

“So vielfältig die Anwendungsfelder von GenAI auch sind – es muss bei der Identifikation und Entwicklung geeigneter Use Cases nicht immer sofort der ‘ganz große Wurf’ sein. Schon kleine Projekte können enorme Hebel freilegen”, resümiert Thorsten Zierlein, Lead Partner Retail bei Monitor Deloitte. “Die Unternehmen riskieren dabei wenig, denn die notwendigen Investitionen sind überschaubar. Dabei sind gerade die ersten Erfolge mit GenAI entscheidend, um schlussendlich die gesamte Organisation zu motivieren, den Weg der digitalen Transformation mitzugehen.”

Über Deloitte

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PSM.Media- Nachrichtenagentur mit: Deloitte, Foto: Systembild: Generative AI: Zieht auch der deutsche Handel mit? © IStock