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Oberste Landfrau kritisiert fehlendes Gespür der Ampel

Veröffentlicht von PSM.Media

Landwirtschaftliche Sorgen: Deutschlands Oberste Landfrau erwartet keine vollständige Rücknahme der Sparmaßnahmen der Bundesregierung

Berlin. Die höchste Repräsentantin der Landfrauen in Deutschland geht davon aus, dass die Bundesregierung die angekündigten Sparmaßnahmen für Landwirte nicht vollständig rückgängig machen wird. Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes (dlv), äußerte sich in einem Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ) skeptisch über weitere Anpassungen. Sie erklärte: “Ob noch ein weiteres Mal nachjustiert wird? Ich bin keine Hellseherin, kann es mir aber schwer vorstellen.” Bentkämper betonte die Notwendigkeit eines “Plan B” und betonte, dass Verhandlungen am Verhandlungstisch stattfinden müssten.

Im Zusammenhang mit den anhaltenden Bauernprotesten kritisierte Bentkämper das mangelnde Verständnis der Bundesregierung für den ländlichen Raum. Sie hob hervor, dass es nicht nur um Landwirtschaft gehe, sondern auch um Infrastruktur, Nahverkehr, ärztliche Versorgung, Breitbandversorgung und die Situation der Frauen. Ihrer Meinung nach fühlen sich viele Menschen auf dem Land inzwischen als “Bürger zweiter Klasse”. Weiterhin bemängelte sie, in vielen Berliner Gremien sei sie als Landfrauen-Präsidentin oft die einzige, die die Herausforderungen des ländlichen Raumes im Blick habe. Sie warnte davor, dass die Politik aus der urbanen Berliner Blase dem ländlichen Raum eher schade als nütze.

Trotz dieser Kritik stellte Bentkämper klar, dass das Land nicht immer als abgehängt und ausgeblutet bezeichnet werden sollte. Sie betonte die vielfältigen Chancen, die es auf dem Land gebe, und forderte die Politik auf, diese zu erkennen und konsequent zu nutzen.

PSM.Media- Nachrichtenagentur mit NOZ, Foto: Systembild: Landwirtschaftliche Sorgen © IStock