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Internationales Bündnis fordert Stopp von Waffenlieferungen

Veröffentlicht von PSM.Media

Medico International und 15 Organisationen fordern Waffenstopp in Israel-Palästina-Konflikt

Berlin. Zusammen mit 15 anderen Organisationen fordert medico international, eine Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation, die Bundesregierung und die übrigen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen auf, die Waffenlieferungen an Israel und bewaffnete palästinensische Gruppen zu stoppen.

Die unterzeichnenden Organisationen, darunter Oxfam, amnesty international und Save the Children, verlangen die sofortige Beendigung der Lieferungen von Waffen, Waffenteilen und Munition, solange es die Gefahr schwerer Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht oder die Menschenrechte gibt. Diese Erklärung wurde am heutigen Mittwoch veröffentlicht und in einem Pressebriefing vorgestellt.

Die unterzeichnenden Organisationen fordern außerdem eine entschlossene Reaktion der internationalen Gemeinschaft für einen unverzüglichen Waffenstillstand. Diese Forderung wurde nicht nur von humanitären Organisationen, sondern auch von Vertreter:innen der Vereinten Nationen und mehr als 153 Mitgliedsstaaten erhoben. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, warnte bereits am 6. Dezember 2023 vor einer “erhöhten Gefahr von Gräueltaten” im Gazastreifen und rief alle Staaten auf, solche Verbrechen zu verhindern. Trotzdem setzt Israel weiterhin explosive Waffen und Munition in dicht besiedelten Gebieten ein. Gleichzeitig feuern bewaffnete Gruppen im Gazastreifen weiterhin wahllos Raketen auf israelische Bevölkerungszentren ab und gefährden so das Leben und Wohlergehen von Zivilist:innen.

Die Bundesregierung steht in der Kritik, da sie laut Medienberichten derzeit die Lieferung von Panzermunition an Israel prüft. Die israelische Regierung hatte bereits im November 2023 um die Lieferung von 10.000 Schuss Munition des Kalibers 120 Millimeter für den Einsatz gegen den Gazastreifen gebeten. “Die Kriegsführung im Gazastreifen bringt die Zivilbevölkerung um ihre Lebensgrundlagen und ihre Zukunft. Seit über drei Monaten sind die Menschen mit einer humanitären Katastrophe konfrontiert, die vor den Augen der Weltöffentlichkeit stattfindet”, sagt Riad Othman, Nahostreferent von medico international. “Anstatt sich für ein sofortiges Ende von Gewalt und Tötung einzusetzen, erwägt die Bundesregierung die Belieferung Israels mit Kriegswaffen.”

Über medico international:

Seit vielen Jahrzehnten kooperiert medico international mit Partnerorganisationen sowohl in Israel als auch in den besetzten palästinensischen Gebieten, einschließlich Gaza. In dieser Zeit wurden langfristige Partnerschaften mit bedeutenden Organisationen wie der Palestinian Medical Relief Society, dem angesehenen Al Mezan Menschenrechtszentrum und der feministischen Frauen- und Jugendorganisation Culture & Free Thought Association in Khan Younis aufgebaut.

PSM.Media-Nachrichtenagentur mit medico international e.V., Foto: Nein zu Waffenlieferung © IStock