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Massive Raketenangriffe auf mehrere Regionen der Ukraine

Veröffentlicht von PSM.Media

Kiew wieder unter Beschuss

Kiew. In der Nacht und am frühen Morgen führte Russland massive Raketenangriffe gegen Ziele in beinahe allen Teilen der Ukraine durch. Einschläge wurden in mehreren Regionen verzeichnet. Lokale Behörden teilten am Donnerstag mit, dass mindestens sechs Menschen verletzt wurden. Infrastruktureinrichtungen wurden getroffen und Wohn- sowie Geschäftsgebäude beschädigt. Indessen meldete Russland einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Öldepot in der südwestrussischen Region Kursk.

Insbesondere die Hauptstadt Kiew wurde aus verschiedenen Richtungen angegriffen. Gemäß der Militärverwaltung vor Ort konnte Kiew jedoch alle Raketen und Marschflugkörper abfangen. Es gab keine Berichte über Schäden oder Verletzte, erklärte Militärgouverneur Serhij Popko.

In Lwiw im Westen der Ukraine wurde ein Infrastrukturelement getroffen. Lwiws Bürgermeister Andrij Sadowyj teilte auf Telegram mit, dass etwa zehn Raketen allein auf die Region abgefeuert wurden. Zwei Personen wurden verletzt, und in mehreren Wohnhäusern gingen die Fensterscheiben aufgrund der Druckwelle zu Bruch. Auch eine Schule wurde beschädigt.

Auch die Region Saporischschja im Südosten des Landes meldete Treffer. Vier Personen wurden laut vorläufigen Angaben der Gebietsverwaltung verletzt, wobei ein Infrastrukturelement, eine Schule und ein Geschäft beschädigt wurden. Oleh Synjehubow, der Gouverneur der Region Charkiw im Nordosten der Ukraine, meldete einen Raketeneinschlag in Tschuhujiw, bei dem eine 67-jährige Frau ums Leben kam. Charkiw, als Grenzregion, steht praktisch täglich unter Beschuss, nicht nur durch Raketen, sondern auch durch Artillerie und Drohnen.

Es kam auch zu Explosionen in anderen Regionen wie Chmelnyzkyj, Poltawa und Dnipropetrowsk. Die Militärverwaltung von Chmelnyzkyj bestätigte Schäden an zivilen Objekten. Im Gebiet Poltawa traf eine Rakete ein Lager, was zu einem Brand führte, jedoch wurden keine Toten oder Verletzten gemeldet. “Der Feind attackiert Objekte der zivilen Infrastruktur”, schrieb der Militärgouverneur von Dnipropetrowsk, Serhij Lyssak, auf seinem Telegram-Kanal, machte aber keine Angaben zu eventuellen Schäden. Die ukrainische Flugabwehr hatte zuvor in der Region Marschflugkörper ausgemacht.

Der landesweite Luftalarm dauerte über 2 Stunden an. Es war bereits der zweite russische Raketenangriff in diesem Monat. Zuletzt hatte Russland auch verstärkt mit Drohnen angegriffen und wieder die Energieinfrastruktur der Ukraine ins Visier genommen.

Russland meldete seinerseits einen Drohnenangriff auf ein Öldepot in Kursk. Dabei brach ein Brand aus, wie Regionalgouverneur Roman Starowoit über den Kurznachrichtendienst Telegram mitteilte. Verletzte gab es nicht.

Die Ukraine hat zuletzt verstärkt die russische Energieinfrastruktur ins Visier genommen, auch um die Treibstoffversorgung und Logistik der russischen Invasionstruppen zu schwächen. Russland attackiert schon länger die ukrainische Energieinfrastruktur.

 

PSM.Media- Nachrichtenagentur mit APA, Foto: Systembild: Ukraine © IStock