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Zwei Jahre Krieg in der Ukraine

Veröffentlicht von PSM.Media

Ukraine: Bevölkerung braucht dringend medizinische und psychologische Versorgung!

Berlin. Zum zweiten Jahrestag des russischen Einmarschs in der Ukraine, appelliert Ärzte der Welt an die internationale Gemeinschaft, die physische und psychische Gesundheit der Bevölkerung weiterhin zu unterstützen. Seit nunmehr zwei Jahren leidet die ukrainische Bevölkerung unter den verheerenden Auswirkungen des Krieges: Verlust von Angehörigen, Krankheit, Vertreibung, Unsicherheit, wirtschaftliche Not und fortwährende Luftangriffe. Mit jedem vergehenden Tag steigt das Risiko für ihre körperliche und mentale Gesundheit.

Ärzte der Welt ruft dazu auf, das ukrainische Gesundheitssystem zu stärken, insbesondere in Gebieten nahe der Front, wo der Zugang zu medizinischer Versorgung stark eingeschränkt ist. Die Organisation hat eine Videokampagne mit dem Titel #AsLongAsItTakes gestartet, um auf die psychischen Belastungen der Bevölkerung aufmerksam zu machen.

Mehr als die Hälfte der Ukrainer hat potenziell traumatische Ereignisse erlebt und benötigt dringend psychologische Unterstützung. Besonders in den Frontgebieten fehlen grundlegende Ressourcen, während in anderen Teilen des Landes Angst und Hoffnungslosigkeit verbreitet sind.

Ärzte der Welt setzt mobile medizinische Teams ein, um die Lücken im Gesundheitssystem zu füllen, und bildet Fachleute wie Hausärztinnen und Sozialarbeiterinnen aus, um Warnzeichen zu erkennen und die Resilienz der Gemeinden zu stärken. Innovative Ansätze wie Playback-Theateraufführungen helfen den Menschen, ihre Probleme zu bewältigen und den Zusammenhalt zu stärken.

Yuliya Nikolaenko, eine Patientin in der Region Tschernihiw, berichtet von ihrer positiven Erfahrung mit der psychologischen Unterstützung von Ärzte der Welt. Seit Beginn des Konflikts hat die Organisation über 92.000 Ukrainer*innen unterstützt, mehr als 17.680 erhielten psychologische Versorgung.

Ärzte der Welt verpflichtet sich, solange für die Menschen da zu sein, wie es nötig ist.

Dazu müssen jedoch die Gesundheitsinfrastruktur und das Personal geschützt werden. Seit Beginn des Krieges wurden 122 Mitarbeitende des Gesundheitswesens getötet und 237 verletzt. Außerdem wurden 21 humanitäre Helfer*innen getötet und 40 verwundet, die meisten von ihnen lokale Kräfte. Ärzte der Welt erinnert die Verantwortlichen daran, dass humanitäre Mitarbeiter*innen und Infrastrukturen gemäß dem humanitären Völkerrecht nicht Ziel von Angriffen sein dürfen!

 

PSM.Media- Nachrichtenagentur mit Ärzte der Welt e.V., Foto: Seit nunmehr zwei Jahren leidet die ukrainische Bevölkerung unter den verheerenden Auswirkungen des Krieges © IStock