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Lauterbach- Gesundheitswesen rüstet sich für militärische Konflikte

Veröffentlicht von PSM.Media

Deutschland rüstet auf: Lauterbach plant Vorbereitung des Gesundheitswesens auf militärische Konflikte

Berlin. Angesichts der zunehmenden Spannungen in der internationalen Arena, insbesondere im Kontext des Ukraine-Konflikts und der aggressiven Rhetorik aus Moskau, arbeitet Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach daran, das deutsche Gesundheitswesen auf mögliche Krisen vorzubereiten. In einem Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ) betonte der SPD-Politiker die Notwendigkeit, nicht nur auf Pandemien, sondern auch auf große Katastrophen und potenzielle militärische Konflikte vorbereitet zu sein. Lauterbach kündigte die Vorlage eines Gesetzentwurfs bis zum Sommer an und unterstrich die Bedeutung einer grundlegenden Umstrukturierung im Gesundheitswesen.

“Es wäre naiv zu glauben, dass wir uns nicht auf potenzielle militärische Konflikte vorbereiten sollten, nur um dann unvorbereitet zu sein, falls sie eintreten”, erklärte Lauterbach und wies damit Befürchtungen vor Panikmache zurück. “Nichtstun ist keine Option. Wir müssen das Gesundheitswesen für alle Eventualitäten stärken, insbesondere da Deutschland im Bündnisfall eine zentrale Rolle bei der Versorgung von Verwundeten aus anderen Ländern spielen könnte.” Der Minister verwies darauf, dass bereits heute viele schwer verletzte Personen aus der Ukraine in Deutschland behandelt würden.

Als Antwort auf die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie und die geopolitische Lage habe die Regierung bereits bei ihrem Amtsantritt vor zweieinhalb Jahren beschlossen, die Gesundheitsstrukturen für Krisensituationen zu verbessern. “Angesichts des verwerflichen russischen Angriffs auf die Ukraine hat diese Herausforderung leider an Dringlichkeit gewonnen”, betonte Lauterbach. Er fügte hinzu, dass bereits Gespräche mit Experten der Bundeswehr geführt und die Zusammenarbeit mit dem Verteidigungs- und Innenministerium intensiviert worden seien. Ein entsprechender Gesetzentwurf werde im Sommer erwartet und zügig im Kabinett behandelt.

Die geplanten Maßnahmen umfassen laut Lauterbach klare Zuständigkeiten im Krisenfall für Ärzte, Krankenhäuser und Gesundheitsämter sowie die Organisation der Versorgung und Verlegung von Verletzten im gesamten Bundesgebiet. Darüber hinaus sei eine effektivere Bevorratung von medizinischem Material erforderlich, ebenso wie die Klärung des Einsatzes und der Verteilung von medizinischem Personal. “Es ist von entscheidender Bedeutung, dass diese Maßnahmen nicht nur festgelegt, sondern auch regelmäßig geübt werden”, betonte Lauterbach.

 

PSM.Media-Nachrichtenagentur mit NOZ, Foto: Systembild: Lauterbach plant Vorbereitung des Gesundheitswesens auf militärische Konflikte © IStock