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Hamas legt umfassenden Vorschlag in Waffenruhe-Gesprächen vor

Veröffentlicht von PSM.Media

Ringen um Geisel-Deal zwischen Israel und Hamas

Berlin. In den jüngsten Verhandlungen zur Feuerpause im Konflikt um Gaza hat die Hamas einen detaillierten Vorschlag eingereicht, nach dem die Kämpfe beendet, humanitäre Hilfe geliefert und palästinensische Gefangene im Austausch für israelische Geiseln freigelassen werden sollen. Israel steht jedoch dem Rückzug seiner Truppen kritisch gegenüber, ein Schritt, den es bisher ablehnt. Israels Premierminister Benjamin Netanyahu wirft der Hamas vor, an “unrealistischen Forderungen” festzuhalten.

Qatar spielt eine zentrale Rolle als Vermittler in den Gesprächen und übt zunehmend Druck auf die Hamas aus, nachdem gedroht wurde, deren Mitglieder auszuweisen und finanzielle Unterstützungen zu stoppen, sollten sie in den Verhandlungen keine Kompromisse eingehen. Diese Informationen von Netanyahus Büro konnten noch nicht unabhängig verifiziert werden.

In den USA wächst die Kritik an Netanyahu, wobei Chuck Schumer, ein prominenter demokratischer Senator, offen für Neuwahlen in Israel plädiert. Er kritisiert, dass Netanyahu politische Strategien über das Wohl Israels stellt. Schumer, der sich als starker Befürworter Israels identifiziert, zeigt sich besorgt über Netanyahus Koalition mit rechtsextremen Parteien und deren Bereitschaft, zivile Opfer in Gaza hinzunehmen, was international für Kritik sorgt.

Die Likud-Partei Netanyahus wehrt sich gegen die Kritik und betont Israels Stärke und Unabhängigkeit als Demokratie. Trotzdem deuten Umfragen auf mögliche erhebliche Verluste für Netanyahus Koalition bei zukünftigen Wahlen hin. Schumer sieht in Netanyahu ein Hindernis für den Frieden, insbesondere durch seine Ablehnung einer Zweistaatenlösung, was die Likud-Partei mit dem Verweis auf das israelische Volk zurückweist.

Währenddessen unterstützt Deutschland die Einrichtung eines Hilfskorridors für Gaza und plant, humanitäre Güter per Luftbrücke zu liefern. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz wird erwartet, Israel und Jordanien zu besuchen, um seine Unterstützung für Israel zu bekräftigen und zugleich für eine nachhaltige Waffenruhe im Gazastreifen zu werben.

PSM.Media- Nachrichtenagentur mit APA, Foto: Systembild: Waffenruhe © IStock