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Wissing – Keine Fahrtauglichkeitsprüfungen für Senioren

Veröffentlicht von PSM.Media

Wissing bleibt standhaft: Keine verpflichtenden Fahrtauglichkeitsprüfungen für Senioren

Berlin. In einem klaren Gegensatz zu den Ansichten des Gesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) lehnt Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) auch nach dem tragischen Unfall in Berlin weiterhin entschieden Fahrtauglichkeitsprüfungen für ältere Verkehrsteilnehmer ab. “Haben wir signifikant höhere Unfallraten bei älteren Autofahrern? Nein, das haben wir nicht. Deshalb können wir keine pauschalen Pflichtuntersuchungen einführen und sehen auch keinen Bedarf dafür”, erklärte Wissing gegenüber der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ).

Selbst der Unfall, der sich am vergangenen Wochenende in Berlin ereignete und bei dem ein 83-Jähriger eine Mutter und ihr Kind tödlich verletzte, ändert nichts an Wissings Standpunkt. “Natürlich streben wir keine Verkehrstoten an und verfolgen konsequent das Ziel der Vision Zero. Doch das erreichen wir nicht, indem wir sämtliche Entscheidungen in die Hände des Staates legen”, betonte Wissing gegenüber der NOZ.

Im Gegensatz dazu äußerte sich Gesundheitsminister Lauterbach nach dem Unfall entschieden: “Leider sind viele Menschen über 80 in ihren Reaktionsfähigkeiten eingeschränkt, oft aufgrund von Krankheiten. Eine Überprüfung der Fahrtüchtigkeit kann viel Leid verhindern.” Auch der Gesundheitspolitiker der Grünen, Janosch Dahmen, befürwortete medizinische Untersuchungen.

Wissing hingegen setzt auf die Eigenverantwortung: “Die meisten verantwortungsbewussten Personen passen ihren Aktionsradius mit zunehmendem Alter eigenverantwortlich an. Wir sollten nicht alles gesetzlich regeln und das ohnehin stark beanspruchte Gesundheitssystem nicht durch unnötige Bürokratie mit obligatorischen Untersuchungen belasten”, betonte er gegenüber der NOZ.

 

PSM.Media- Nachrichtenagentur mit NOZ, Foto: Systembild: Fahrtauglichkeitsprüfungen für Senioren © IStock