Tourismussteuer,Italien,Tourismus,Reise,News

Italien plant Reform der Tourismussteuer

Veröffentlicht von PSM.Media

Regierung Meloni plant Reform der Tourismussteuer für Übernachtungen in Italien

Rom. Die Regierung unter Ministerpräsidentin Meloni plant eine Reform der sogenannten Tourismussteuer, die Touristen bei Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätzen zahlen müssen.

Italiens Tourismusministerin Daniela Santanchè betont die Notwendigkeit der Verhältnismäßigkeit: „Wer 1000 Euro pro Nacht für ein Hotelzimmer ausgibt, sollte mehr zahlen als jemand, der nur 50 Euro zahlt. Diese Themen habe ich bereits mit den Tourismusverbänden diskutiert. Es ist wichtig, dass die Einnahmen aus der Steuer für tourismusbezogene Projekte verwendet werden.“

Die Einnahmen aus der Tourismussteuer dienen der Finanzierung von Ausgaben für den Erhalt von historischen Gebäuden, Denkmälern und Parks. 2019, vor der Pandemie, beliefen sich diese Einnahmen auf 622 Millionen Euro. Angesichts der Millionen Übernachtungen jährlich ist die Abgabe eine bedeutende Einnahmequelle für die Gemeinden geworden. Mit diesen Mitteln werden die hohen Kosten für die Instandhaltung von Palästen, Monumenten und Parks gedeckt.

Oftmals dient die Tourismussteuer jedoch auch dazu, Defizite in den Gemeindekassen auszugleichen. Rom gehört zu den Städten mit der höchsten Tourismussteuer.

Obwohl der Tourismussektor inzwischen Umsätze erzielt, die das Niveau von 2019 übersteigen, betont Santanchè, dass der Sektor weiterhin Unterstützung benötigt. „Wir haben 19 Millionen Euro für Wanderwege, 34 Millionen Euro für kleine Gemeinden und 75 Millionen Euro für Unesco-Stätten und die Aufwertung von Dörfern bereitgestellt. Der Tourismus floriert, aber er braucht nach wie vor Unterstützung, und genau das leisten wir.“

Santanchè, Mitglied der Fratelli d’Italia, erinnerte auch an die Senkung der Lohnnebenkosten um 15 Prozent für Tourismusarbeiter, die nachts und an Feiertagen tätig sind.

 

PSM.Media- Nachrichtenagentur mit APA, Foto: Systembild © IStock