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Quittung für Versäumnisse – der Winter wird kalt

Veröffentlicht von Presse

Zu 56 Prozent sind die deutschen Gasspeicher derzeit gefüllt

Reichweite: vier bis sechs eisige Wochen im Winter

Berlin. Dann drohen erste Engpässe. Eigentlich hatte die Bundesregierung vor, die Gasdepots bis Oktober auf 80 Prozent zu füllen. Doch dass dafür genug russisches Gas nach Deutschland fließt, ist angesichts gedrosselter Liefermengen des russischen Gazprom-Konzerns mehr als fraglich.

Wirtschaftsminister Robert Habeck ruft daher zum Gassparen auf und schlägt zähneknirschend vor, was ein grüner Minister eigentlich niemals vorschlagen würde: Mehr Kohle soll zu Strom verfeuert werden, um kein Gas zur Stromproduktion einsetzen zu müssen.

Damit verrät Habeck die Ziele der Grünen, denen der Ausstieg aus der Kohleförderung und der CO2-intensiven Verstromung nicht schnell genug gehen kann. Doch in der Not bleibt kein Platz für Klimaschutz. Habecks verzweifelter Griff zur Kohle ist Deutschlands Quittung für die immer wieder hinausgezögerte Energiewende.

 

Frankfurter Rundschau, Foto: Systembild © iStock

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